Am 29. März kommt unsere nächste Folge, in der wir mit Nora Hasan über ein spannendes Thema passend zum 8. März, dem feministischen Kampftag, sprechen. Abonniere unseren Podcast und folg uns auf den Plattformen, ums nichts zu verpassen!

Warum Intersektionalität tot ist & Heide über Identitätspolitik

Shownotes

Das Büro ist eröffnet – Christin und Heide richten sich an ihrem Arbeitsplatz ein. Im Morning Meeting Hot Take werden identitätspolitische Verwirrungen angefasst und Errungenschaften festgehalten, denn: Wer wirft schon einen löchrigen Pulli weg, solange es kalt ist? Die Mitarbeiterin des Monats – Celebrate your local Feminist Heroine, diesmal Vicky Spielmann. Kaffeepause: Erst mal hören, mit wem wir es hier zu tun haben, here we go: Heide (und Christin)

Wir schneiden unsere Folgen mit viel Herzblut selbst. Da wir noch im "Trial and Error"-Modus sind, empfehlen wir für den vollen Genuss diese Folge über Lautsprecher oder mit zwei Kopfhörern zu hören. Danke für eure feministische Nachsicht!

Viel Spaß im Büro, danke für euer Ohr und Zuhören!

Shownotes: *) Kimberlé W. Crenshaw (1989): Demarginalizing the Intersection of Race and Sex. *) The Combahee River Collective Statement (1977) ) Ana Hoffner ex-Prvulovic, Livia Erdösi, Nora Sternfeld (2025): Denialism. Antisemitismus und sexualisierte Gewalt aus feministischer Perspektive. *) Karin Stögner, Elke Rajal (2025): Intersktionalität neu verhandelt. Kritik von Ideologie und Identität. *) Lea Susemichel, Jens Kastner (2018): Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken. *) Lea Susemichel, Jens Kastner (2021): Unbedingte Solidarität.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ganz am Anfang noch ein sehr wichtiger Shoutout an die liebe Rockhead.

00:00:06: Der Name dieses Podcasts ist nämlich inspiriert von Rockheads Song Mösenbüro und den Link dazu findet ihr in unserer Beschreibung.

00:00:22: Stabil sind ein Jugendwort aus meiner Jugend.

00:00:27: tatsächlich, also

00:00:29: es muss schlimm gewesen sein.

00:00:30: hinter der Jugend Ich

00:00:35: sag's euch, an den Neunzigern war nicht alles schlecht.

00:00:37: Wirklich nicht!

00:00:38: Im Jahr

00:00:38: Zwei-Tausendzehn war ich Fünfzehn und da haben wir viel stabil gesagt.

00:00:52: Hallo, hallo

00:00:53: im Mösenbüro.

00:00:57: Wie gehts dir Heider?

00:00:58: Mir geht es gut.

00:00:59: dann

00:01:01: Okay...Heide guckt ein bisschen herausgefordert Nervös könnte man sagen.

00:01:10: Bist du nervös Heide?

00:01:13: Nein, eigentlich fand ich es gerade total fein.

00:01:16: Also ich hab's dann mir herunter geblickt und merke das ich irgendwie den Leider von den Motten ein bisschen angeknabbert habe.

00:01:25: Ich schlumpete zu Hause rum, Puli angezogen habe und weil Christine und ich uns doch relativ vertraut sind erlaube ich mir das was ist sozusagen gut dass es am Podcast wird und kein Video.

00:01:37: Ja man sieht dich nicht!

00:01:39: Uns ist sehr schön, dass du mich so vertraust

00:01:43: persönlich gut und gleichzeitig habe ich das Gefühl, wir leben in zuaufregenden Zeiten.

00:01:52: Es ist mir fast ein bisschen too much.

00:01:56: Ja, mir auch!

00:01:57: Und deswegen machen wir diesen Podcast und es ist eine gute Überleitung.

00:02:02: Unserem Podcast heißt ja Mösenbüro und wir haben unsere Kategorien nach Bürotätigkeiten bzw.

00:02:10: nach sehr nervigen Dingen, die man im Büro macht quasi kategorisiert und die erste Kategorie heißt Morning Meeting Hot Take.

00:02:21: Das ist unsere Form des Hot Takes Und da reden wir über so Dinge, die passieren in der Welt, die mit Quilfeminismus zu tun haben aktuelle Themen wo wir quilfinistische takes zu haben und Dinge, Die uns aufgefallen sind gerade einfach grad los sozusagen.

00:02:52: Unser Hot-Tag für diese Folge

00:02:56: ist... Den stellst du vor?

00:02:57: Genau, den stell ich vor.

00:03:03: Der erste Pilot, wir machen zwei Piloten.

00:03:06: Weil wir uns auch dann gegenseitig vorstellen.

00:03:09: Mein Hot-tag ist Intersektional-Feminismus, ist tot und wird nicht mehr so praktiziert wie vor einer Weile noch.

00:03:20: für meine Masterarbeit damit begonnen auseinanderzusetzen, was die Wellen des Feminismus sind und mir ist dann aufgefallen dass wir uns zwar argumentativ in einer vierten Welle befinden aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass wir gerade in eine Unbruchzeit stecken wo die Welt so beherrscht es von Krieg und Gewalt.

00:03:40: Dass wir auch in der Feminismusbabel eben sehr weit weg davon gehen, von dem was wir vorher gemacht haben.

00:03:48: Von diesem... Was in der vierten Welle sehr prominent war.

00:03:52: Der Online-Aktivismus wo man mit Hashtag Me Too sehr viele Communities gebildet hat online und offline Und trotzdem noch sehr intersektional war.

00:04:02: und ich habe irgendwie das Gefühl dass dieser intersektionale Feminismus irgendwie verloren gegangen ist.

00:04:09: und die Welt und ich hab ein bisschen kurz recherchiert Ich bin mir uns sicher, soll ich noch mal erklären was intersektioneller Feminismus ist?

00:04:21: Nein.

00:04:23: Also Kimberly Crenshaw wir kennen uns alle aus und es hat glaube ich schon auch viel damit zu tun also dieser Untergang des intersektionalen Feminismus eben auch mit der Kritik die dem inne gewohnt hat.

00:04:36: auf der einen Seite haben viele Leute damals schon gesagt dass interseaktionale Feminisme nicht anti-racistisch genug ist, obwohl er eben von Kimberly Crancher geprägt worden ist.

00:04:48: Genau auch mit dem Grund um zu sagen das steht also in Feminismus muss Ethnicität vorkommen, muss Klasse vorkomen da kann nicht nur auf schlecht runter nicht multipliziert werden sondern man muss eben diese anderen Identitätsmerkmale mitbetrachten, sie gleichzeitig mitdenken als Magnesierungsausschluss.

00:05:21: Und ich glaube aus dieser Kritik ist es nicht antirassistisch genug, es ist nicht klassenbewusst genug, ist dann über die Zeit auch was geworden.

00:05:32: also dieser heutige Feminismus der sich gar nicht mehr so mit verschiedenen Identitätersmerkmalen auseinandersetzt

00:05:41: Ja, ich glaube irgendwie würde ich dir jedenfalls recht geben dass diese Kriegslogik die so eine eliminatorische Logik ist.

00:05:50: Dieses Denken in Komplexität ten oder in einer bestimmten Komplexkeit wo man sich auch nicht so einfach macht und wo denken tatsächlich so ein Werkzeug ist das irgendwie lustvoll gebraucht wird sich schon in eine Auseinandersetzung begibt, aber eben das nicht bedeutet dass andere keinen Platz mehr haben.

00:06:18: Das glaube ich gefährdet tatsächlich diesen Zugang der, sagen wir mal jetzt zu ganz am Anfang wo es mit dem Kambahi River Collective wirklich so diese Trias einmal stark gemacht wird von Race Class Gender dass da was verloren geht, weil plötzlich so ein Entweder oder da ist und eigentlich hatten wir doch gelernt das es um einen Und geht.

00:06:43: Also sowohl in der Zielperspektive als auch in der Analyse nicht eben um so.

00:06:49: entweder du oder ich, entweder bin ich richtig und spreche Wahrheit oder Du.

00:06:58: also es geht nicht mehr um Ergänzungen sondern um eine ganze harte Auseinandersetzung.

00:07:03: genau da stellt sich echt voll die Frage, wie kommen wir wieder raus?

00:07:08: Weil das unterscheidet uns sonst von den Rechten.

00:07:15: Ja ich habe auch gerade ganz viel genickt und wir haben vorhin über so Graustufen geredet und schwarz-weiß denken und mir kommt vor dass verschiedene Identitäten jetzt gegeneinander mehr ausgespielt werden wieder, dass sie sich eigentlich eher gegenüberstehen als Intersektionen zu... zu gelten oder gesehen zu werden.

00:07:39: Also für mich fängt das schon ein bisschen bei dieser Diskussion an, was kann man sehen?

00:07:47: Was ist sein Ausschlussgrund?

00:07:50: bis hinzu es gibt Dinge die Identitätsmerkmale, die zwar Menschen haben aber gleichzeitig sehen kann und dann auch irgendwie Menschen abgesprochen werden Und in dieser Kriegslogik der Seiten entsteht, glaube ich viel dieses schwarz-weiß Denken und das schließt viel diese Graustufen irgendwie auch wieder herum mit aus.

00:08:13: Eine Bewegung wo eher es um also viel viel mehr um Klasse und viel vielmehr um Antirassismus geht was auf der einen Seite gut ist aber auf der anderen Seite dann eben Dinge auch andere Identitätsmerkmale und andere Intersektionen und Maginialisierungsmerkmalen wiederum ausschliessen.

00:08:35: Antisemitismus ist in dieser Diskussion schwierig unterzubringen, weil es in der Rassismus-Debatte schwierig unterzubringen ist und schwierig in einer Klassismusdebatte unterzubringe.

00:08:47: Und das wird dann als Intersektion wiederum ausgeschlossen.

00:08:51: genauso wie mir kommt vor... also ich habe Diabetes und mir kommen vor die Leute sind einfach wieder mehr So, man kann Diabetes nur im Sommer sehen und mir wird das abgesprochen.

00:09:01: Im Winter wird gesagt, ob es privilegiert und gesund.

00:09:03: Nein, bin ich nicht behindert.

00:09:05: Das ist warum ich denke, dass Intersektionalität im Feminismus einfach gar keinen Platz mehr hat.

00:09:13: Und trotzdem möchte ich jetzt sagen, dass es gerade in letzter Zeit

00:09:17: zwei

00:09:18: Buchveröffentlichungen gab, kann man natürlich sagen... ist irgendwie sehr akademisch, alles das stimmt.

00:09:26: Und trotzdem haben auch die politischen Aktivismus und Theorie – es ist ein Spannungsverhältnis – dass die ganze Zeit also von Beginn an einer feministischen Bewegung irgendwie ganz stark war.

00:09:40: Ich glaube, das kriegt man nicht raus!

00:09:42: Es gibt zwei Publikationen, Bei der einen weiß ich es zumindest und das ist explizit so von Karin Stögner und Elke Rayer intersektionalität neu verhandelt.

00:09:55: Und des Zweites ein schmales Bücheln aus dem Verbrecherverlag herausgegeben, von Livia Erösi Anna Hoffner und Nora Sternfeld mit dem Titel Denialism sprechen unter Titel Antisemitismus und sexualisierte Gewalt aus feministischer Perspektive wo der Intersektualitätsbegriff aufgenommen wird und versucht wird, genau wieder als Wartung stark zu machen.

00:10:22: Und den Antisemitismus explizit reinzunehmen weil der für sich schon einiges bündelt, weil er meistens auch historisch nicht allein daherkommt sondern immer auch schon mit diversen Abwertungen zum Beispiel von Geschlechtern her geht.

00:10:37: also gerade diese Zuschreibungen die quasi dem jüdischen Mann unter jüdischer Frau gemacht wurden, auch historisch schon.

00:10:47: Weil da vieles durcheinander kommt quasi an öffentlich und privat.

00:10:52: Wer ist wo, wofür zuständig?

00:10:54: Wer ist erwerbstätig?

00:10:56: Und wer hat aber den ganzen Tag sozusagen irgendein Buch- und Bibelstudium zu tun?

00:11:03: und deswegen waren Frauen zum Beispiel oder sind es nach wie vor erwerbstätigt.

00:11:08: das heißt die Sichtbarkeiten Aber egal, ich finde diese Versuche zumindest gut da was zu retten.

00:11:18: Weil es immer so die Frage ist ob wir angewirrt sind von dieser seltsamen eben eliminatorischen Logik dieses offenbar Nimmerschafts zwei Dinge zugleich zu denken oder zusammenzubringen wie zum Beispiel ein Kampf gegen Antisemitismus und einen Kampf gegen Rassismus dass man dann so frustriert ist und sagt, okay das kommt von irgendwo her.

00:11:43: Und dann quasi wirklich da alles in Bauschundbogen verwirft und wir haben aber glaube ich gerade auch noch nichts Besseres um verschiedene Kämpfe wieder zusammen zu denken.

00:11:57: also

00:11:58: genau und ich glaube deswegen befinden wir uns gerade auf dem Weg quasi in eine neue Welle hinein weil es sich irgendwie so anfühlt als hätten wir eine Art und Weise Feminismus zu denken, ein bisschen hinter uns gelassen.

00:12:13: Also ich glaube aus diesem Konzept der Neunziger von Intersektionalität sind wir schon lange weg und ich glaub das ist auf deiner Seite gut und auf der anderen Seite schlecht weil Feminismus glaube ich für mich zumindest und ich glaube auch für dich habe ich jetzt zumindest rausgehört in meinem Undis also Menschen sind flinter Personen und von Rassismus betroffen und von Asymetismus betroffen.

00:12:42: Also, das finde ich schön am Intersektionalitätsbegriff...

00:12:45: Ich könnte dir jetzt auch einen ganz vorbevollen Blick zuwerfen und sagen, ich fühle mich in der Kategorie Flinta nicht gemeint!

00:12:54: Es ist mir vor Kurzem wieder passiert und ich war aber in der Situation wo wir eigentlich mit ganz anderen Baustellen beschäftigt waren gerade wirklich nicht in der Stimmung.

00:13:04: Mir zu überlegen okay?

00:13:06: Mit welchem Begriff Wärst du denn heute gemeint?

00:13:09: Wenn wir schien, letzte Woche fülltest du dich im Flinterbegriff noch wohl.

00:13:13: Und es war keine Differenzfeministin die gemeint hat sie will da nicht mitgemeint sein als Frau.

00:13:20: Nein!

00:13:21: Es war eine nicht binäre Person die den Flinter Begriff ablehnt und ich finde das grundsätzlich gut.

00:13:25: Ich find das wirklich gut und Sprache ist im Fluss und das kann von mir aus auch dynamisch sein im Sinne von schnell aber vielleicht... Kann man die Vorwurfsvollen Blicke zu Hause lassen, weil es ist so ölt?

00:13:39: Ja genau.

00:13:40: Man kann den Flinte Begriff glaube ich voll gern diskutieren.

00:13:45: Da gibt's sicher für und wieder genauso wie es für Intersektionalität für und widergibt.

00:13:49: Ich glaube also das Konzept von Interseksionalität ist glaube ich sehr schwierig und auch schwierig auf Welten und Realitäten umzuschlagen, weil sie eben nicht... hierarchisiert.

00:14:05: Es sagt nicht, dass eine Gegend das andere oder das ist wichtiger als das andere sondern es sagt eben, dass Identitäten sehr bunt sind und sehr divers und miteinander funktionieren und dass man eben nicht an Menschen anschauen kann und sagen kann du bist sicher so und so weil das und das fällt mir an dir auf Und ich glaube, dass selber geht ein bisschen für den Flinterbegriff.

00:14:32: Also es ist nicht nur positiv für Menschen, aber auch nicht nur negativ für Menschen.

00:14:40: Ich glaube da gibt's eine Prozesshaftigkeit und dann eine Graustufe zu nicht, dann schwarz-weiß tatsächlich.

00:14:51: Vielleicht können wir das später irgendwann nochmal diskutieren.

00:14:54: Das wäre sicher cool, den Flitterbegriff kritisch zu hinterfragen.

00:15:02: Also ich bin total bereit, auch wenn ich aus der dritten Welle ganz sicher komme vom Feminismus.

00:15:09: Ich bin bereit in den Sektionalitätsbegriff aus den Neunzigern zu lassen und ihn zu erweitern aber ich bin nicht bereit ihn komplett links linden zu lassen.

00:15:19: das ist das was sich gerade irgendwie schwierig findet.

00:15:21: also ich möchte nicht dieser Kriegslogik irgendwie klein beigeben und diesem schwarz-weiß Denken folgend irgendwie sagen, dass es wichtiger gegen das gestellt.

00:15:33: Ich finde, da ist auch eine kapitalistische Grundlogik drin, also wieder die Unterdrückungsmechanismen zu hier archisieren und gegeneinander auszuspielen – nicht nur gewaltvolles sondern auch sehr kapitallistisch weil Kapitalismus in meiner Hierarchie hinstellt.

00:15:55: Schauen wir mal zur nächsten Kategorie!

00:16:00: Das wäre die Mitarbeiterin des Monats.

00:16:05: Das kann eben eine flinter Person sein, eine nicht zismähnliche Person entweder im Sinne vom Hot-Take also die besonders jetzt in dem Fall intersektional ist oder sich besonders hervorgetan hat.

00:16:25: so kann man das glaube ich generell ausdrücken.

00:16:27: Ja.

00:16:28: Ich hänge das jetzt wieder an einem Wort auf, nehme ich dem Wort stabil, dass ich für ein paar Jahren eigentlich glaube ich neu gelernt habe weil früher dachte ich, dass maximal – ich weiß auch nicht – im Bücherregal stabil ist.

00:16:40: aber zunehmend geht es ja darum, dass Menschen stabil sind und wenn jemand sich in letzter Zeit als wirklich stabil erwiesen hat dann wickey spielt man!

00:16:51: Ich finde, das ist unsere Mitarbeiterin des Monats einerseits.

00:16:55: Andererseits finde ich das Wort stabil trotzdem irgendwie noch immer total befremdlich.

00:17:01: Weil, ich dachte wir wollten alle fluide Identitäten haben und eigentlich so bis sie lustvoll amor von unseren Grenzen ein bisschen aufweichen und nicht so...

00:17:15: Ein Jugendwort aus meiner Jugend tatsächlich!

00:17:19: Also

00:17:20: es muss schlimm gewesen sein

00:17:21: hinter der Jugend.

00:17:26: Ich

00:17:26: sag's euch, an den Neunzigern war nicht alles schlecht.

00:17:29: Wirklich nicht!

00:17:29: Im Jahr

00:17:29: Zwei-Tausendzehn war ich Fünfzehn und da haben wir viel stabil gesagt.

00:17:33: Im Jahr zwei-tausendzehnt war ich fünfzehn.

00:17:38: Ja.

00:17:39: Weil ich bin... also ich bin fünfundneinzig geboren, ich bin mitten der neunzige geboren.

00:17:44: Und genau im Jahr zweitausend Zehn war eben fünfzehnte.

00:17:47: Wir haben sehr viel stabil gesagt auch auf Personen bezogen Genau und ich würde auch sagen, dass wirklich Spielmann eine sehr stabile intersekzionale Feministin ist.

00:18:01: Ich glaube es kennen sowieso erst wenn ihr sie nicht kennt.

00:18:04: schaut sie mal nach, schaut mal was die so gesagt hat.

00:18:06: Sie war bei den Grünen, ist glaub ich immer noch dort aber sie war Gemeinderät in der Stadt Wien letzte Präsentation.

00:18:18: Und hatte gute Sachen vorangebracht Ja.

00:18:24: Und es ist schon so, dass die Breite ihrer Aufmerksamkeit beeindruckend ist?

00:18:31: Also ich glaube Neuge ist das eine aber sich involvieren in unterschiedliche Auseinandersetzungen und der Position beziehen ist das andere und ich glaube bringt sie wohl beides mit und irgendwie für eine Politikerin eine sehr gute Ein sehr guter Zugang einfach.

00:19:00: Genau, ich glaube sie hat generell einen guten intersektionalen Zugang in der feministischen Welt und in der feministischen Politik zu deswegen ja vielen Themen.

00:19:13: also Intersektualität lebt ja nicht von Einfältigkeit und lebt nicht vom schwarzen Weiß sondern eben von den Graustufen und der Diversität.

00:19:24: Und das macht sie sehr gut, also ich bin häufig beeindruckt von ihrer von ihrer art-und-weise politische aktuelle politische Themen eben intersektional feministisch zu lesen.

00:19:40: Das kann sich sehr gut finde

00:19:41: ich.".

00:19:47: Die Kaffeepause Genau!

00:19:54: Wir machen jetzt die KaffeEPause mit Heide.

00:20:02: Uns eine erdachte Kategorie um ein Interview, Diskussion und Gesprächsformat mit interessanten Leuten zu schaffen.

00:20:10: Wo wir über quer für ministische Themen und die Interessen von diesen Personen reden.

00:20:18: Und heute ist quasi Heide zu Gast!

00:20:23: Weil wir im Pilot I Heide vorstellen wollten und im Pilot II mich, Christine?

00:20:31: Genau.

00:20:32: Und wir haben uns gedacht, was gibt es da Besseres als ein Interview-Firmat mit uns selbst?

00:20:38: Eine Kaffeepause quasi mit und selbst die dann später erweitert wird mit anderen Personen.

00:20:43: Genau.

00:20:44: Heide!

00:20:45: Hallo willkommen.

00:20:47: Willkommen.

00:20:49: Christine

00:20:50: Wir haben vorhin über Intersektionalität gesprochen und ein großer Teil von Interseksionalität würde ich hinüber sagen ist die Identitätspolitik, besprochen und diskutiert wird.

00:21:04: Und deswegen wäre meine erste Frage an dich ein bisschen provokanter gefragt, findest du Identitätspolitik auch so konterrevolutionär wie manch andere?

00:21:15: Weil das ja in der Diskussion häufig ein Thema ist.

00:21:20: Also ich hätte gerne einen Teacher.

00:21:21: darauf steht Fahrrad liberal.

00:21:24: Ich glaube trotzdem dass die versucht den Liberalismus irgendwie positiv zu fremen, auch nicht so erfolgreich sind.

00:21:36: Aber konterrevolutionärbar!

00:21:39: Ich wüsste ja gar nicht was so besonders revolutionär ist.

00:21:47: aber Identitätspolitik oder die eigene Positionierung hat glaube ich ein bisschen überhand genommen um das kurz zu machen und die Zielperspektive ist ein bisschen verloren gegangen weil ich finde es schon ganz gut dass man vielleicht weiß, wo man herkommt und aus welchem sozialen Zusammenhang zum Beispiel welcher Klasse.

00:22:17: Und daraus auch einen politischen Standpunkt gewinnt.

00:22:20: ich glaube diese Sozialisationserfahrungen sind für uns alle ganz wichtig und ich als weiblich sozialisierte Person habe einfach andere Erfahrungen gemacht und mache ständig noch andere Erfahrungen, weil ich auch so gelesen werde als ein Mann.

00:22:42: Und so gesehen sind das glaube ich diese großen Kategorien nicht ganz unwesentlich.

00:22:47: die Zielperspektive wäre tatsächlich dass man diese diversen Differenzen möglichst lustvoll leben kann wofür ja gerade die Kategorie Geschlecht schon nach herhalten könnte Weil wir entlang derer ja eigentlich auch unsere Objektwahl meistens treffen.

00:23:13: Je nach Vorliebe eben.

00:23:15: Ja, ich glaube Geschlecht kann gut lustvoll performt werden.

00:23:26: Du hast vorher eben gerade gesagt dass das ein bisschen Überhand nimmt.

00:23:31: was nervt dich an Identitätspolitik?

00:23:36: Ich muss gestehen, ich bin immer ein bisschen irritiert von so einer akademischen Wahrnehmung, dass ich noch in den neunziger Jahren so sozialisiert wurde.

00:23:46: In einem akademischem Umfeld der Uni Wien, wo ich meine das ist jetzt keine elite Institution je gewesen aber wo so alt hergebrachte wissenschaftliche Geplogenheiten gelebt wurden wie zum Beispiel dass es kein Ich gibt in einer wissenschaftlichen Arbeit Und das wurde völlig abgelöst von sozusagen einer beinahe zwanghaften Positionierung.

00:24:18: Ich möchte jetzt jedenfalls meiner Arbeit vorausschicken, ich bin weiß privilegiert, komme aus einem Akademikerinnenhaushalt und möchte aber trotzdem etwas zusagen.

00:24:34: Also das finde ich tatsächlich ein bisschen ... Das zeigt irgendwie so diese Spannung.

00:24:42: Ich möchte nicht dahin zurück, ich möchte auch nicht zu dieser Verleugnung, zu diesem Pseudo-Objektivitätswahn irgendwie dass man sich mit einem also das es quasi keinen Standpunkt gibt für eine Wissenschaftlerin oder auch für jede Person und Aktivistin aber dass ich mir sozusagen erst mit diesem Bekenntnis eine bestimmte Sprechposition nehme.

00:25:15: Das irritiert mich.

00:25:19: Das ist spannend, weil ich komme genau aus dieser Kultur die da genau das macht also wo der eigene Point of View sehr wichtig ist.

00:25:30: Ich habe Kulturen und Sozialanthropologie studiert und da ist das eine der ersten Sachen die du lernst an der Uni Wien auch dass die eigene Identität sich halt sehr aufs Forschungsfeld ausübt, also das man eben als selbst, als eigene Person eben ins Feld geht und es fällt dann auch so beeinflusst mit sich selbst nach diesem Grundprinzip, dass Identität die Gruppe formt und Gruppenidentitäten formen.

00:25:59: Deswegen wäre es jetzt spannend für mich zu wissen von dir wie man das Messer machen könnte weil wenn du sagst Du willst keine Objektivitätswahn da stimme ich zu gibt es glaube ich einfach nicht.

00:26:10: Also man schaut immer auf die Dinge aus einem bestimmten Kontext heraus, aber auf der anderen Seite dieses schon fast nazistische... bzw.

00:26:20: die fast-nazistische Ich-Zuschreibung in Arbeiten beziehungsweise im Themenbereich oder sich Dinge anzuschauen finde ich hat auch überhand genommen.

00:26:32: also Es geht eben nicht um dich selbst sondern wenn du in ein Feld gehst und ... was du rüber beschreibst, also das kann auch.

00:26:40: Du setzt dich in ein Caféhaus und beobachtest wie Paare miteinander reden... ... dann hat es erst mal nichts mit dir zu tun sondern du sitzt als du selbst dort,... ... die werden andere Sachen einfallen und auffallen auch wenn du ein anderes Geschlecht hast.

00:26:55: Also Männern werden andere Sache auffahlen als Frauen aber trotzdem geht's nicht um dich.

00:27:02: Ja da würde ich mich interessieren.

00:27:15: Es berührt eigentlich auch dieses größere Themenfeld von Hierarchisierungen, Arbeitsteilungen.

00:27:26: Wie stellen wir uns überhaupt Beziehungen vor?

00:27:28: Wir stellen uns vielleicht als linke möglichst Reziprokebeziehung vor in einer Gesellschaft der Freien und Gleichen.

00:27:41: Und dann gibt es natürlich Bereiche wo's klar ist dass dass es unterschiedliche Rollen gibt, die man selbstverständlich akzeptieren und das ist auch sinnvoll.

00:27:55: Also Patientin- Ärztin zum Beispiel da gibt's ein eindeutiges... Da gibt's unterschiedliche Rollen und auch unterschiedliche Bedürfnisse drinnen Und das akzeptiert alle selbstverständlichen.

00:28:13: wenn mich aber dann die ÄrztInnen runterschicken würde also sie verschreibt mir Medikamente weil ich bin erkältet und schickt mir dann aber runter, um ihr noch eine Wurstzimmel zu holen.

00:28:22: Dann ist es ein eindeutiger Missbrauch ihrer Rolle.

00:28:26: das wäre jetzt irgendwie nicht vorgesehen.

00:28:28: Aber die die Krankschreibung oder die Verordnung von einem bestimmten Medikament da geht's viel mehr um Vertrauen und um Arbeitsteilung.

00:28:38: Und wenn wir uns als Beobachterin in ein bestimmtes in einem bestimmten Austausch begeben.

00:28:46: Wenn ich jetzt deine Masterarbeit zum Beispiel hernehme, dann ist es natürlich so dass da ein Stück weit auch wenn auch professionelle aber Beziehungen aufgebaut werden.

00:28:57: also wir sind ständig von diesem Austausche abhängig und der...und wir wollen was wissen!

00:29:05: Und wir wollen etwas erfahren und wir wollen aber meistens auch was voneinander erfahren.

00:29:12: Aber ...der Punkt glaube um den es mir vorhin ging, ist die Frage muss das ich verschwinden?

00:29:22: weil ich glaube dass es etwas wie wissenschaftliche Objektivität gibt und in manchen Disziplinen sowas wie ein Kochrezept.

00:29:30: Und wenn ich mich daran halte dann kommt was Gutes dabei raus und alles sind zufrieden.

00:29:35: oder muss sich mehr erst mit einem bestimmten Bekenntnis wer ich bin und dass ich das reflektiert habe Erlauben ist quasi einholen, dass ich überhaupt Sprechen beobachten, neugierig sein darf und in Austausch täten darf.

00:29:53: Und das, finde ich, ist ein bisschen... Das berührt vielleicht diese moralische Komponente die mich so irritiert.

00:30:02: Diese Lust über richtig und falsch und ein berechtigtes Interesse und ein übergriffiges Interesse oder so klare, allgemeine... Also es könnte man sich da verschützen.

00:30:25: Dass das immer auch möglich ist wenn wir miteinander in Kontakt sind dass etwas zu weit geht und was tut man dann damit?

00:30:31: Oder etwas nicht glückt den Gespräch?

00:30:34: Nicht glückt weil weil er's gegenüber einfach nichts sagt oder nichts hergeben will.

00:30:41: also es geht ja schon auch um ein geben und nehmen

00:30:45: Ja, dann kommen wir halt nicht weiter.

00:30:46: Genau!

00:30:47: Dann kommen wir heute nicht weiter und ich glaube da stehen wir auch gerade.

00:30:49: Wir kommen gerade einfach nicht weiter weil alle nur sagen hier stehe ich nun.

00:30:57: Aber wo man hinwollen das meint ich vorhin so also in der Zielperspektive dass immer grad ein bisschen ratlos und ich glaub auch im Feminismus ein bisschen Ratlos weil es halt einerseits wahnsinnig viel Backlash gibt Und auch alte Kämpfe ständig wieder aufpoppen, von denen man geglaubt hat, dass die jetzt echt gegessen sind.

00:31:24: So wie

00:31:25: z.B.,

00:31:26: this is my body, my choice ist zwar... Es ist einfach immer noch immer wieder umkämpft und das ist doch erstaunlich frustrierend!

00:31:40: Wie glaubst du könnte man das herausfordern?

00:31:44: Ich glaube nicht, dass wir sagen können okay also das wäre nicht meine Haltung zu sagen.

00:31:48: Wir verletzen jetzt einfach Grenzen damit von weiter kommen.

00:31:50: Das ist glaube ich nicht die Antwort so.

00:31:53: Aber... ...ich glaube es gibt schon eine Art neugieriges vorsichtiges Fragen oder wie stellst du dir das vor?

00:32:04: Was denkst du?

00:32:05: Es passiert ja dann trotzdem.

00:32:06: Also es ist ja nicht so.

00:32:08: Es wird für mehr gelabert und geforscht gegangen und selbstverständlich nachgefragt als wahrscheinlich je zuvor, weil es einfach auch mehr Menschen gibt die diese Praxis üben und mehr Orte der Begegnung gibt.

00:32:22: Und mehr soziale Medien gibt wo man auch darüber in Austausch tritt.

00:32:27: aber es gibt gleichzeitig glaube ich auch einen Backlist dieser Laute.

00:32:31: das werden ständig Glaubenskriege ausgefochten.

00:32:34: Das kann man über jeden Gegenstand machen.

00:32:39: Jeden und er wird aber erstaunlicherweise doch noch immer sehr, sehr oft über den weiblichen Körper ausgeführt.

00:32:45: Nicht nur, also auch Glaubenskriege werden nach wie vor über den Weiblichen Körper ausgetragen.

00:32:53: Aber ich finde auch Glaubungskrieg innerhalb des Feminismus nämlich... Also wenn ich mir jetzt überlege, wie viele Leute zu Second Wave Feminism stehen.

00:33:03: natürlich kann ich nicht gut mit Feministern, die sagen Transfans sind keine Frauen Aber gleichzeitig schiere ich nicht alle Second Wave-Feminism Menschen, Personen überein kamen.

00:33:18: Also wir kennen auch Leute die Feministinnen die Second Wave Feministen praktizieren finde ich und dann aber trotzdem nicht verletzend sein müssen mit ihrer Grundhaltung.

00:33:32: Ja also ich glaube dir du jetzt ansprichst da wird es vielleicht noch immer sehr Tag um dieses Gleichheitsding gehen, oder?

00:34:02: Also dieser Differenzfeminismus hat gleichzeitig auch so ein totales, so einen totalen Gleichheitsfokus.

00:34:10: Mir kommt es genau, mir kommt es auch so vor dass wir uns eben akzeptieren können weil sie der Meinung ist Wir sind Feministinnen und wir machen das halt gemeinsam mit unterschiedlichen Blickwinkeln Und das finde ich okay.

00:34:24: Ich find halt, es gibt Menschen die so denken, die dann aber gleichzeitig auch sagen Okay, aber meine Meinung ist zum Beispiel eben Das ist ja ein sehr prominentes Beispiel dass Frauen... Dass Transfrauen keine Frauen sind.

00:34:39: Also diese selber kannte Turv-Bewegung im Second Wave Feminism

00:34:49: Das ist halt so wie eine Sekte innerhalb einer Schule, die so stark darauf beharrt dass der Trans quasi ausgenommen werden muss.

00:35:08: Genau das glaube ich auch.

00:35:10: Also vielleicht würden Differenzfeministinnen wie wir sie jetzt im Kopf haben meinen okay da hat nicht so viel mit mir zu tun?

00:35:20: Ich glaube es wäre sozusagen Das wäre mir endeste, was man da ein... Also jetzt nicht im Sinne von mag ich nicht oder ist nicht wie ich sondern kann ich nicht so viel mit anfangen.

00:35:34: Hat

00:35:34: nichts mit mir zu tun.

00:35:37: Ich finde das genau vom Gefühl her bricht es sich bei mir also in meiner Erfahrung auch viel an der Frage willst du das gemeinsam mit mir machen?

00:35:45: Sind die für ministischen Themenbewegungen was auch immer die Dinge, die du mit mir gemeinsam machen möchtest oder nicht?

00:35:51: Und wenn die Antwort nein ist, dann ist es auch okay für solche Personen.

00:35:55: Aber ich finde eben nochmal zurückzukommen auf dieses Grenzenaushandeln und so weiter.

00:36:05: Ich finde glaube ich wichtig das zu erkennen dass gerade Feministinnen keine homogene Masse sind und dass es tatsächlich Personen gibt mit denen du den Grenzen auch... einfach aushandeln kannst, wo du sagen kannst okay das ist deine Grenze und das meine Grenze.

00:36:23: Das ist mein Blickwinkel drauf.

00:36:26: Und irgendwie finden wir es trotzdem, finden wir trotzdem Gemeinsamkeiten in bestimmten Themen wieder.

00:36:32: also du musst dir nicht den gleichen Blickwinke auf jedes Thema haben sonst kann man ja auch nicht weiter.

00:36:38: Also wenn du jetzt zum Beispiel mal die Abtreibungsbewegung hernimmst da denken viele gleich drüber.

00:36:45: Aber natürlich der Blickwinkel von einer Transperson ist anders drauf als auch von einer C.C.-Dro-Person und das finde ich dann schon interessanter.

00:36:54: Ich find's schade, dass halt Leute sehr pauschal agieren mittlerweile Und eben wie vorhin besprochen in diesem Intersektionalitätsdiskussion eben Schwarz-Weiß sagen Beziehungsweise das Schwarze Weiß denken an den Taglingen und sagen Du bist so weil du gehörst zu dieser Bewegung und ich bin so weil ich gehört hatte dahin

00:37:15: Und da gibt es keine Verbindung.

00:37:23: Das ist das Gegenteil von so etwas wie einem Graswurzelansatz, weil man davon ausgeht dass sich diese Insel zu seinem Mützel verbinden könnten.

00:37:40: und wenn man nur nach genau gleichen Sucht dann wird es vielleicht tatsächlich unmöglich gegen eine auch drohende Faschisierung der Gesellschaft, die sich allerorts zeigt und die weder mit trans noch mit einem Queerfeminismus nicht einmal mit einem Differenzfeminismus für anfangen kann weil sie mit keinem Feminismus was anfangen können.

00:38:09: Und weil man schon das Gefühl hat dass ist ein Boys Club.

00:38:14: also man sehe sich herkömmlichen politischen Akteur nur mal an.

00:38:22: Und vielleicht werden wir einander noch brauchen?

00:38:27: Ja, ich denke schon!

00:38:30: Gut die letzte Frage wäre... Wofür dann Identitätspolitik eigentlich nützlich sein kann beziehungsweise was da dran nützig sein kann.

00:38:50: also was an Identitätenpolitik kann nützlich sein?

00:38:58: Ich versuche mich mal an seiner Kurzfassung, ich glaube wir können davon ausgehen dass wir alle viele sind und wahrscheinlich mag es kaum jemand auf eins reduziert zu werden.

00:39:13: Und das ist auch das was glaub ich sehr verletzend ist an all den Reduktionen egal.

00:39:23: also das ist etwas was ja verletztes und deswegen glaube geht es auch um den Begriff der Solidarität und deswegen würde ich gerne auch auf zwei Bücher von Lea Suze-Michel und Jens Kastner hinweisen.

00:39:44: Das eine heißt Identitätspolitik, das andere Unbedingte Solidaritet weil solidarisch sind wir sehr oft mit jenen die nicht genauso sind wie wir oder das wäre zumindest eine gute Zielvorstellung.

00:39:57: aber um diese Differenz wahrzunehmen ist wahrscheinlich gut und sinnvoll

00:40:05: auch

00:40:06: selbstrefriksiv zu wissen, wer man so ist wo man herkommt und was.

00:40:13: Man vielleicht für eine Zielperspektive hat und wenn es da Gemeinsamkeiten gibt mit welchen die vielleicht durchaus anders sind dann wird sowas wie Solidarität tatsächlich gelebt.

00:40:28: So gesehen braucht mal das wahrscheinlich alles zusammen für eine echt progressive politische Perspektive.

00:40:39: Das ist ein sehr gutes Schluss, was finde ich am Ende?

00:40:44: um unsere Gästinnen besser kennenzulernen möchten wir bei meiner Frage stellen und zwar in der sehr lustige Was ist dein antifeministisches Schatz?

00:40:54: Geht die Pleasure Heide?

00:40:58: Ich glaube ich mache mich mitunter gern über die Bemühungen von anderen Leuten lustig, weil sie mir so anstrengend vorkommen.

00:41:15: Leutengenerell oder Männern?

00:41:18: Auch Frauen und Feministinnen.

00:41:20: Okay ja verstehe ich.

00:41:23: Ich glaube

00:41:24: nicht alle feministischen Kämpfe in ihrer Ernsthaftigkeit vor allem.

00:41:35: Ob etwas witziges oder nicht ist vielleicht tatsächlich eine sehr nützliche Kategorie manchmal sogar nützlicher als Deins oder Mainz und deswegen ist, glaube ich die Ernsthaftigkeit in der manche Auseinandersetzungen geführt werden.

00:41:51: Mein gelbte Pleasure ist dass ich mich da drüber einfach ein bisschen lustig mache.

00:41:56: Verstehe?

00:41:58: Ja!

00:41:59: Ich glaube wir sind alle nicht perfekt... Vielleicht

00:42:00: sollten wir das öffentlich machen hinfort.

00:42:02: Das ist zwar vielleicht nicht PCCC aber auch Das ... ja, vielleicht lockert das irgendwas.

00:42:15: Ja, könnte uns glaube ich allen gut tun.

00:42:18: Danke Heide!

00:42:21: Danke Christine, das war eine vergnügliche Stunde mit dir.

00:42:25: Fand ich auch.

00:42:26: Bis zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.