Abonniere unseren Podcast und folg uns auf den Plattformen, ums nichts zu verpassen!

#7 mit Viktoria Spielmann über Care Arbeit, die Grünen, Politikerinnendasein & warum one struggle one fight zu wenig ist

Shownotes

Auf der Jesuitenwiese im Wiener Prater gibt’s zum Ausklang des Sommers das Volksstimmefest der KPÖ. Vicky Spielmann trifft man dort meist beim KZ-Verband, oft hinter der Theke. Wem diese Zusammenstellung zurecht schräg erscheint, war noch nie dort – keine Sorge, kommt verlässlich jedes Jahr wieder. Unsere heutige Gästin ist Viktoria Spielmann, von der Hochschulpolitik über Gewerkschaftsarbeit bis zum Wiener Gemeinderat war sie Politikerin der Grünen. Wir kennen sie auch als politische Aktivistin, die sich pointiert feministisch, klassenkämpferisch und menschenrechtszentriert zeigt, „extrem stabil“ würde Christin in ihrer harten Berliner Jugend gesagt haben. Bei Gewerkschaften ist der Arbeitskampf nicht weit oder sollte zumindest um die Ecke lugen. Wir haben Mitarbeiterinnen des Monats (im Plural!), die das in einem bislang ungewöhnlichen Feld durchgezogen haben: Sport, Eishockey. Zugegeben die Missstände waren auch immens. Wer hätte gedacht, dass österreichische Nationalspielerinnen im Trainingscamp nicht genug zu essen kriegen und die Trikots ihrer männlichen Kollegen auftragen müssen? Wir plädieren also auch diesmal für wenig eitle Allianzen, Neugier und Queer-Feminismus, dem nichts heilig (vollkommen) ist, schon gar nicht die eigene Partei oder sonstige Schablonen.

Shownotes: Antonia Matzka – Kapitänin der österreichischen Eishockey Frauennationalteams https://www.instagram.com/amatzka16/?hl=de https://www.younion.at/themen/themen-2026/oesterreichs-eishockey-frauen Viktoria Spielmann https://de.wikipedia.org/wiki/Viktoria_Spielmann Pierre Bourdieu: Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital. 1983 Paul Willis: Learning to Labour. How Working Class Kids Get Working Class Jobs. 1977 Mascha Madörin – Feministische Ökonomie https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Mad%C3%B6rin Irland führt dauerhaft Grundeinkommen für Künstler ein Fredi Ferková https://www.instagram.com/schla_wienerin/?hl=de Das wurde aus Techno #MeToo = Abschiedsrede von Viktoria Spielmann im Wiener Gemeinderat: https://www.wien.gv.at/mdb/ltg/2025/ltg-041-w-2025-04-24-036.htm Sookee https://sookee.de/

Transkript anzeigen

00:00:05: Weil ihr das halt beim Eintritt in die Universität schon ganz deutlich gespürt habt.

00:00:10: Also es war eine Umgebung, die nicht für mich gemacht war.

00:00:14: Also ich hab mir da komplett Lost gefühlt und dann haben wir gedacht was mache ich da jetzt eigentlich?

00:00:19: Und ich weiß gar nicht wie der Habitus dort ist... Ich weiss gar nicht wo ich jetzt hingehen muss, wie eine Bibliothek funktioniert.

00:00:25: also da habe ich glaube das erste mal gespürt dass ich nicht die gleichen Voraussetzungen habe wie andere.

00:00:36: Hallo hallo

00:00:37: im Mösenbüro

00:00:41: Liebe Heide, wie geht's dir?

00:00:43: Hallo Christine!

00:00:44: Mir geht es

00:00:45: gut.

00:00:46: Erstens habe ich einen Pokal erlaufen.

00:00:49: das freut mich immer ganz besonders.

00:00:51: Ich hab den dritten Platz beim Hamulauf gemacht am Sonntag bei Kaiser Renan Wetter im schönen Harnals und das habe ich zum ersten mal gemacht also den Hamuloff Unglaublich lustig und ich habe auch eine sehr entfernte Bekannte sozusagen als Space Makerin vor mir gehabt.

00:01:11: Das war ein sehr lustiger Zufall, ich mag

00:01:14: zufälle.

00:01:15: Was ist denn Kaiserinnenwetter?

00:01:18: Kaiserinnen-Wetter ist sowas spätherbstliches.

00:01:21: Ich bin danach noch mal in die alte Donau gehüpft also schon im Sonnenschein bei Windstil total

00:01:31: warm

00:01:32: aber Eindeutig nicht mehr Sommer.

00:01:35: Ah ja, diese Art von Wetter!

00:01:37: Ja das ist eigentlich die beste Art

00:01:39: vom Wetter.

00:01:41: Ja

00:01:42: war gut.

00:01:42: Ich bin außerdem von wegen haptische Erfahrungen zum ersten Mal auf Kunstrasen nachher rumgelegen weil ich gewartet habe zwar einen kleinen Lauf ob ich denn auch den ersehnten Pokal erlaufen hab oder nicht und also in der Sonne auf Kunstrassen rumgelegt fühlt sich total seltsam an aber sehr warm Das Plastik hetzt sich auf.

00:02:02: Ja, das kann ich mir gut vorstellen!

00:02:04: Wie geht's denn dir?

00:02:05: Ja, mir geht es ganz okay... Ich sammel keine Pokale, ich sammle Diagnosen.

00:02:13: Oh!

00:02:15: Na Leute, ich sag's euch, wenn ihr einmal anfängt irgendwas dann hört's irgendwie nicht wieder auf.

00:02:21: Nein, ich hab mich jetzt in der letzten Zeit relativ viel mit meiner Gesundheit beschäftigt und relativ viel so... die so passiert sind und irgendwie anstanden.

00:02:30: Und genau, es stehen da ein paar Sachen im Rahmen wie PMDS, wer sich da auskennt.

00:02:35: I feel you!

00:02:36: Wer sich nicht auskennt schaut's mal nach.

00:02:38: Es ist wirklich zach.

00:02:39: Genau, dann muss ich jetzt ein paar Entscheidungen treffen vor allem weil das auch Diabetes Management irgendwie so ein bisschen betrifft.

00:02:47: Da muss ich ein paar Dinge entscheiden.

00:02:49: Aber sonst abgesehen davon gehts mir eigentlich ziemlich gut.

00:02:52: Ich mag dass es wieder kühler ist.

00:02:53: tatsächlich

00:02:54: Wir sehen noch in Dorhote

00:02:56: Ja, leider.

00:02:58: Später dann mit unserer gesternen Wiederautor.

00:03:01: Kommen

00:03:05: wir zu unserer allseits beliebten Oblique?

00:03:08: Dem Hot Take!

00:03:10: Der Hot Take für den Monat September kommt wieder von mir überraschung und

00:03:17: zwar

00:03:17: feministische Solidarität bedeutet auch dass man flinter Personen supportet die in gesellschaftlichen Feldern oder Bereichen tätig sind, von denen man selber gar keine Ahnung hat.

00:03:31: Genau!

00:03:32: Was meinen wir damit?

00:03:33: Ich weiß nicht ob ihr das kennt, wenn ihr auf einer Party seid oder wenn ihr eine Person kennenlernt, die von einer Situation erzählt und... Das ist seine flinte Person.

00:03:43: und die Person erzielt von der Situation in einem Bereich, der euch eigentlich fremd ist.

00:03:49: Und dann denkt man sich aber immer an einen bestimmten Punkt.

00:03:52: Man versteht Zumindest ein Kern davon, also so'n bisschen in die Richtung One Struggle One Fight.

00:03:59: Aber man kann sich auch reindenken an die Thematik, also ohne den Bereich jetzt zu kennen selber erlebt zu haben oder ja damit jemals eine Berührung kommen zu sein.

00:04:09: Gebt es trotzdem mit dem Punkt wo man verspürt dass man die Person supporten kann und den Kors dahinter supporten können und gleichzeitig auch ein Verständnis für diese Situation mitbringen kann.

00:04:20: Da empfiehlt es sich wahrscheinlich eine gehörige Portion Interesse und Neugier mitzubringen in das Gespräch.

00:04:26: Und mal nachzufragen, was denn genau die diskriminierende Erfahrung zum Beispiel war, die die Person da gemacht hat von der Situation?

00:04:36: Genau!

00:04:37: Ich finde schon auch dass in so Situation wenn Männer anwesend, also cis-Männer anwäsend sind.

00:04:45: Häufig so eine Distanzierung stattfindet nämlich und ich finde deswegen eben feministische Solidarität weil ich find das schließt nicht nur ein dass man flinterpersonen no matter what support hat sondern eben auch versuch zu verstehen was der struggle dahinter ist und wie sich das anfühlen muss weiß ich das patriarchal nicht nur auf einen Themenbereich der gesellschaft niederschlägt sondern ja auf alle.

00:05:12: Jo, es gibt

00:05:14: eine

00:05:14: patriarchale Dividende an der man dann auch manchmal mitschneidet.

00:05:19: Das ist die andere Seite.

00:05:21: Ja

00:05:22: das stimmt leider.

00:05:25: Mitarbeiterin des

00:05:26: Monats.

00:05:28: Und weil ich den Hot-Tech des Monates vorgestellt habe stellt Heide heute wieder die Mitarbeiterinnen des Monads vor.

00:05:35: Wir bemühen uns ja immer sehr eine Verbindung zu kreieren zwischen unserer Mitarbeiterin und dem Hot-Tag Und das ist gleich eine Illustration in Sachen... Man beschäftigt sich auch

00:05:51: mal mit

00:05:52: Struggles, die jetzt gar nicht so die eigenen sind.

00:05:55: Unsere Mitarbeiterinnen des Monats sind nämlich die Spielerinnen des Eishockeyverbands, des österreichischen.

00:06:02: Diese Eishockeyspielerinnen haben es geschafft für die WM zu qualifizieren in der A-League.

00:06:09: Das sind so die Topspielerinnen und haben aber gleichzeitig einen Arbeitskampf geführt, weil die Bedingungen im Vergleich zu Männern wirklich Himmelschreien schlecht sind.

00:06:22: Also nicht nur dass sie keine Tagsätze bekommen haben für ihre Trainings-Einrichtungen sondern sie wurden auch in mehr Bezimmern untergebracht und nicht mal genug zu Essen bekommen und mussten auch noch die alten Klamotten von den männlichen Spielern auftragen.

00:06:37: also eigentlich unhaltbare Zustände Und deswegen haben sie sich zum Beispiel geweigert, auf das Trainingskämpf zu fahren in Vorbereitung dieser WM.

00:06:46: Das war hauer schon im Mai und es hat sich dann die Gewerkschaft eingeschalten – die Union!

00:06:52: Es hat sich die Gleichbehandlungsanwaltschaft eingestellt und sogar das Sportministerium.

00:06:58: Eigentlich müsste es dann jedem total rückschrittlichen Schützenverein klar sein... Aus der Nummer kann man jetzt nicht mehr raus.

00:07:06: Also irgendwie muss man da wohl Zugeständnisse machen, das hat sich aber über Wochen gezogen und wurde zu einigermaßen beigelegt.

00:07:15: ich finde es trotzdem sehr beachtlich dass Spitzensportlerinnen sich da so konsequent kollektiv zusammengeschlossen haben und auch einmütig der Meinung waren.

00:07:26: wir die Kapitänin Anna Meigsner betont, wenn nichts hilft und die Verantwortlichen nur so zu Vernunft zu bringen sind.

00:07:34: Bin ich bereit sagt Anna Meixner auf die AWM zu verzichten damit es der nächsten Generation besser geht?

00:07:42: Auch das vielleicht eine sehr feministische Herangehensweise zu sagen.

00:07:48: ey wird zwar super wenn nicht da endlich mal bei der WM in Dänemark Unter dem rot-weißroten Wimpel und mit der Hymne einlaufen kann, aber unter diesen Bedingungen nein.

00:07:59: Also jetzt habe ich vorhin erwähnt dass sich auch einen Pokal erlaufen hat und ich würde das glaube ich verweigen.

00:08:05: Aber diese nationalen Competitions sind nun mal durchaus beliebt und bringen noch sehr viel Aufmerksamkeit Und ich nehme an es geht den Spielerinnen tatsächlich um sowas wie Das Team und das Spiel

00:08:19: Und das ist auch eine wahnsinnig konsequente Aussage, oder?

00:08:21: Also ich mein halt zu sagen so und nicht anders finde ich sehr konsequent.

00:08:26: Sie hätte damit viel aufs Spiel gesetzt.

00:08:28: Ja Heide machst du ein Sport der eigentlich ein männlich dominiertes Feld ist?

00:08:33: Es gibt

00:08:33: bei diesen Läufen schon immer mehr Männer was meine Pokalchancen dafür.

00:08:37: Aber das ist nun wirklich mehr die... Also laufen wir es, glaube ich mehr was für alle.

00:08:44: Das

00:08:44: stimmt aber so joggen gehen finde ich schon eher weiblich konnotiert.

00:08:49: wenn mir jetzt mal sagen würde bitte ordnet das ein dann wird ich's weibliche konnotieren.

00:08:54: also bei den Läufen wo ich mich irgendwie um einen Pokal anstellen kann da sind trotzdem Ich würd' mal sagen zwei Drittel

00:09:03: Männer.

00:09:04: ja.

00:09:05: also dass ist vielleicht mehr so.

00:09:07: die Frage wie viel Lust hat man auf diese Competition?

00:09:10: Das ist wahrscheinlich dann schon auch eine Frage des Spitzensports eigentlich eher, oder?

00:09:14: Also sobald es halt irgendwie professionell wird und sobalds irgendwie die sportliche Komponente zu einer Komponenten wird wo's wirklich um Pokale gewinnen.

00:09:26: Und halt Mannschaft mit der Mannschaft halt Spiele gewinnen usw.

00:09:30: geht.

00:09:31: Wird's irgendwie immer männlich geprägter also umso mehr...

00:09:36: Ich glaub das hör ich auch von Freunden an deren Kinder

00:09:40: in

00:09:40: zum Beispiel im Fußballclub einfach viel Spaß haben und das auch ernsthaft betreiben schon in jungen Alter, dass die Förderung von Buben und Mädchen einfach nicht gleich ist.

00:09:53: Und da ist Fußball wahrscheinlich ein gutes Beispiel weil wer für Kinder einfach kein Problem hat, irgendwie gemeinschaftlich zu organisieren passiert aber eher nicht.

00:10:07: Und also die Förderung für Buben sieht da einfach schon deutlich professioneller aus als für Mädchen, was auch vielleicht ein österreichisches Bezirkum ist.

00:10:17: Ich weiß

00:10:17: es nicht.

00:10:18: – Ich glaube nicht!

00:10:20: Na gut… Die Kaffeepause.

00:10:30: Unsere heutige Gästin ist Victoria Spielmann.

00:10:34: Vicky war lange Jahre Politikerin, sie ist Politikwissenschaftlerin, Gewerkschafterin und politische Aktivistin.

00:10:42: Aktivismus ist pointiert, feministisch, klassenkämpferisch, menschenrechtszentriert und zeigt sich analog und digital.

00:10:51: Herzlich willkommen Vicky!

00:10:52: Hallo

00:10:53: Vicky.

00:10:54: Hallo ihr Lieben, danke für die Einladung.

00:10:56: Danke dass du gekommen bist.

00:10:57: Unsere beliebte Einstiegsfrage.

00:10:59: Lieber Vicky wo kommst Du eigentlich her?

00:11:02: Wo komme ich her?

00:11:03: also ich komme grundsätzlich bin ich in Tirol geboren wie immer vielleicht manchmal noch so ein bisschen... zwischen die Zeilen durchhört.

00:11:10: Also ich komme aus Innsbruck und ich komme grundsätzlich aus einem eher unpolitischen Haushalt, aber ich glaube dass ich schon relativ früh einen stark ausgeprägten Gerechtigkeits-Sinn gehabt habe.

00:11:23: also ist man schon öfter in der Schule auch aufgefallen wenn irgendwelche Sachen passiert sind, die ich nicht so gut gefunden hab.

00:11:28: Warst du Klassen oder Schulsprecherin?

00:11:30: Nein

00:11:32: tatsächlich nicht!

00:11:34: Ich hätte gewettet

00:11:36: Ja, ich habe schon ab und zu mal darüber nachgedacht.

00:11:39: Aber hab mich dann eigentlich immer dagegen entschieden weil ich das Gefühl gehabt habe ja warum soll ich das können?

00:11:45: Also das ist so ein Klassiker glaube ich bei Seffeln Frauen und weiblich gelesenen Personen dass sie sich denken naja warum jetzt genau ich oder wofür habe die Kompetenz?

00:11:54: in der Retrospective haben mir meine Schulfreundinnen danach gesagt wo sie dann gemerkt haben dass ich politisch aktiv bin haben sie gesagt ja es war eh schon immer klar irgendwie Genau, aber bin erst in der Unizeit politisch aktiv geworden.

00:12:08: Und aus Tirol kommen kann man sagen... Also wenn man mich fragt warum ich Feministin bin sage meistens, naja ich komme aus Turol und komme aus einem zutiefst katholischen konservativen Bundesland und das radikalisiert schon nochmal aufgrund der geografischen Lage.

00:12:22: Was glaubst du?

00:12:23: Wo kommt dieser Gerechtigkeitssinn dann her?

00:12:26: Ja das haben wir auch schon öfter selbst gefragt.

00:12:29: Ich glaube einfach dass mir Sachen relativ schnell aufgefallen sind.

00:12:34: Ich habe halt sehr lange ... dieses zusammenhängende Wissen nicht gehabt, also gewisse Sachen die vielleicht für andere schon früher klar waren.

00:12:42: Dadurch dass ich einfach nie irgendwelche politisch aktiven Freundinnen oder Kolleginnen gehabt habe, habe ich diese Sprache ja noch gar nicht gewusst.

00:12:51: Also ich glaube auch das immer schon Feministin war.

00:12:53: aber diese ganzen Zusammenhänge, Begriffe und so weiter hab ich halt erst durch den Hochschulzugang mir erarbeitet oder angeeignet.

00:13:01: Ich kann es auch nicht genau sagen, ich glaub einfach, dass ich relativ früh Dinge gespürt habe, dass es Dinge vielleicht falsch laufen und das ist eigentlich nicht einseh, also auch gewisse Sturheit.

00:13:13: Dass die Dinge nicht so sein müssen, dass sie veränderbar sind irgendwie.

00:13:17: Ja du warst ja Mitarbeiterin des Monats schon bei uns?

00:13:20: Ja da bin ich sehr gefreut, danke euch!

00:13:24: Du gingst um Intersektionalität und das spielt dir da so ein bisschen mit rein auch, würde ich zumindest sagen.

00:13:30: Und was ich total schätze an dir ganz viele Themen aus dieser intersektionalen Linse, egal ob das jetzt ein Thema ist wo du dich selber drin auskennst oder selbst betroffen bist oder nicht betrachten kannst und gehört das mit in dieses Gerechtigkeitssinnding mit rein?

00:13:48: Oder glaubst du das hat sich noch anders irgendwie ein bisschen geprägt oder geformt.

00:13:53: Ja also ich habe mich sehr gefreut über die Mitarbeiterin des Monats und die Intersektualität kommt glaube ich daher... Also die Grundlage von allem dass ich Herrschaftskritisch bin und das schon immer war.

00:14:04: Und Machtverhältnisse ja auch nicht geschlechtslos sind, macht Verhältnisse auch was mit Rassismus usw.

00:14:10: zu tun haben also mit allen möglichen Formen von Diskriminierung.

00:14:13: Ich glaube wenn man einmal selber von einer Diskriminierungen betroffen war als in meinem Fall eben Frau sein dann ist es schon möglich eine gewisse Form von Empathie zu fühlen mit anderen diskriminierten Gruppen und einfach zu sehen dass sich das so gegenseitig verstärkt.

00:14:28: Das erste Mal, wo ich von der Intersektionalität was gehört habe, haben wir gedacht, ah das ist es.

00:14:33: Was damit gemeint ist also so diese Mehrfachdiskriminierung dass sich das irgendwie auch total verschränkt und ineinander wirkt, das hab ich total logisch gefunden eigentlich aber hätte halt auch keine Sprache dafür gehabt sondern hat mir eben gedacht ja das macht total Sinn weil es gibt unterschiedliche Herrschaftsformen die sich gegenseitig verstärken.

00:14:52: Das ergibt Vollsinn, glaube ich für mich.

00:14:54: Glaubst du das kommt so ein bisschen auch aus dem Klassenhintergrund?

00:14:57: Es sagst du nicht zu häufig aber hier und da schon dass du der Arbeiter in Klasse angehört hast zumindest oder dass du daher kommst.

00:15:06: Ja, ich finde es mit der Eigenzuschreibung etwas schwierig weil also ich komme eben aus einem Haushalt wo meine beiden Eltern keine Akademikerinnen sind Auch meine Großeltern jeweils von Mama und Papa Seite nicht.

00:15:19: Also ich bin überhaupt die erste Familie, die studiert hat und diesen Bildungsaufstieg geschafft hat.

00:15:24: Ob ich jetzt der Arbeiterinnenklasse zugehörig bin – das weiß ich nicht so genau!

00:15:29: Also ich habe schon das Gefühl dass sie in einer Zwischenwelt aus teilweise schon bögerlich auch, also wenn dann eher kleinbögerlig aber dadurch, dass meine Eltern einfach beide diesen Akademikerinnen hintergrundnet haben und keine höhere Ausbildung vielleicht schon irgendwie... Aber ich würde mir eher als Hybrid sehen Dadurch, dass sie jetzt... ich bin jetzt nicht arm in Armut aufgewachsen und ich hab trotzdem gewisse Privilegien gehabt die wahrscheinlich andere nicht gehabt haben.

00:15:58: Also mein Papa war zum Beispiel alleinverdiener meine Mutter war Hausfrau.

00:16:03: Ich glaube das mir auch sehr geprägt hat.

00:16:05: also einfach zu sehen diese Arbeitsteilung die es aufgrund von Geschlecht gibt also dass die Männer sozusagen Alleinverdient sind oder sozusagen das Haupteinkommen, Heimbringen und die Frauen daheim sind.

00:16:17: Und die unbezahlte Kehrarbeit machen.

00:16:19: Das habe ich früh mitbekommen und ich hab auch gesehen was es für Auswirkungen hat.

00:16:23: Nämlich dass Frauen eben nicht unabhängig sind, dass sie nicht total selbstbestimmtes Leben führen können also es muss nicht so sein aber ist schon sehr oft so und dass das ja auch etwas mit Mannschaftsverhältnissen und Geschlechterverhältnisse zu tun hat.

00:16:35: Aber Ja!

00:16:37: Ich komme auf jeden Fall aus einem Nicht-Akademikerinnenhaushalt.

00:16:40: Das würde ich schon für mich in Anspruch nehmen.

00:16:43: Ja, das verstehe ich.

00:16:44: Ich finde der Begriff der Arbeit in Klasse ist, finde ich ein Begriff, der sehr viele Lebensrealitäten tatsächlich zusammenfasst auch und ich bin immer schon noch ein Fan davon wenn man es spezifizieren kann.

00:16:57: tatsächlich weil aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen dass man nochmal ganz anders aufwächst, wenn man Armuts betroffen aufwächst.

00:17:04: Das ist schon noch einen Unterschied zu Arbeit in Klassen Situation oder Kontexten

00:17:11: wo

00:17:12: Beide Eltern, wie du jetzt vielleicht groß geworden bist.

00:17:15: Keine Akademikerin sind aber trotzdem irgendwie da sind.

00:17:19: also das ist noch mal eine ganz andere Situation.

00:17:21: Deswegen finde ich es auch eigentlich total gut wenn man das so ein bisschen ausdeferenziert.

00:17:25: Ja und ich muss da oft an Bordeaux denken zum Thema kulturelles Kapital oder soziales Kapital weil ihr das halt beim Eintritt in die Universität schon ganz deutlich gespürt habt.

00:17:36: Also es war eine Umgebung die nicht für mich gemacht war.

00:17:40: Also, ich hab mich da komplett lost gefühlt und hab mir gedacht was mache ich jetzt eigentlich?

00:17:45: Und die weiß gar nicht wie der Habitus dort ist.

00:17:47: Ich weiss gar nicht wo ich jetzt hingehen muss wie eine Biorothek funktioniert.

00:17:51: also da habe ich glaube das erste mal gespürt dass ich nicht die gleichen Voraussetzungen habe wie andere.

00:17:57: so würde es zusammenfassen.

00:17:59: also das war schon heavy am Anfang

00:18:02: ja kann ich verstehen.

00:18:03: Ja mehr fällt da jetzt eigentlich ganz viel dazu ein weil Glaube gelesen zu haben, dass du auch in einer Hauptschule warst.

00:18:12: Das ist nämlich witzig weil einige unserer Gästeinnen und ich auch... Jetzt ist das natürlich auch eine Generationenfrage.

00:18:19: Marti hat es auch erwähnt.

00:18:20: Zwar ist das österreichische Bildungssystem durchlässiger oder auch sehr konservativ je nachdem wie man's betrachten mag.

00:18:29: Es gab vielleicht auch schon progressivere Phasen als jetzt aber dass es grundsätzlich eine Schule gibt Mittelschule, wo Kinder eigentlich ... Also how working class kids get working-class jobs.

00:18:43: Und das ist nicht vorgesehen gewesen weder bei Mati vielleicht auch nicht bei dir oder bei mir dass wir mal studieren und diese Zeit haben weil es geht schon ganz viel auch um Zeit.

00:18:53: wie viele Möglichkeiten kann man sich erobern um irgendwie fundiert über Dinge nachzudenken sich ein eigenes Vokabular zu anzueignen, das sind glaube ich so gemeinsame Erfahrungen die dann halt so eine Differenz ausmachen zu einem bildungsbügerlichen Kontext wo das ganz selbstverständlich ist.

00:19:13: Absolut ja würde da total recht geben.

00:19:16: Das mit der Hauptschule ist auch deshalb so spannend weil i damals in der B-Klasse war und in der A Klasse waren hauptsächlich Innsbruckerinnen die in Innsburg geboren sind und die weiß waren und also Autochton gelesen worden Und in meiner Klasse gab es einen sehr hohen Anteil an Migrantinnen.

00:19:36: Also da habe ich schon die Segregation innerhalb von diesem System gesehen und hab mir immer gedacht, warum sind diese Klassen nicht besser durchmischt?

00:19:43: Warum kann man nicht die Hälfte der A-Klasse in die Hölfte der B-Kasse geben?

00:19:47: Weil ich glaube das würden alle voll davon profitieren!

00:19:50: Das war auch so eine Sache, glaube ich, die mich recht früh für... Bildungsgerechtigkeit sensibilisiert hat, weil ich mir dann dacht habe so eigentlich schräg dass das so gemacht wird und total unverständlich.

00:20:01: Weil wie gesagt die glaube alle hätten davon gut lernen können.

00:20:05: Ja wir erzählen jetzt auch Freundinnen die Kinder in der Schule haben wenn zwei Volksschulen eigentlich in gleich weiter Entfernung von ihrem Wohnhaus liegen, dass es wie durch Zauberhand so ist Alle Autochtonen, Akademikerinnen, Kids sind.

00:20:28: und im anderen zum Beispiel in der Donaustadt hat mir eine liebe Freundin erzählt.

00:20:32: In der anderen Schule sind alle Migranten?

00:20:34: Ja!

00:20:35: Also es ist eben tatsächlich keine vorgeschriebene Regel.

00:20:37: aber es gibt so viele informelle Hürden und das könnte man vielleicht nur über eine bestimmte gesetzliche Handhabe irgendwie in den Griff kriegen.

00:20:49: oder Gesamtschule

00:20:50: Selbstverständlich, das ist auch eine gesetzliche Grundlage.

00:20:55: Da sind wir jetzt eigentlich schon dabei, dass du ziemlich nahe an dieser Gesetzemachenebene warst als Berufspolitikerin, kann man das so sagen?

00:21:06: Warst du eigentlich auch Berufsppolitikerin?

00:21:09: Ja

00:21:09: ich habe sehr oft über diesen Begriff nachgedacht und hab mir gedacht, boah!

00:21:13: Also früher haben wir gedacht niemals Büros-Politikerinnen werden.

00:21:17: Ja, ich war fünf Jahre Bürospolitikerin würde ich sagen, ja genau.

00:21:21: Also von ... ... zwanzigzwanzig bis zwanzagfünf und zwanziger im Wiener Gemeinderat und Landtag und hab dort die Bereiche Soziales und Frauen gehabt.

00:21:31: also ich war Berufspolitikerin und irgendwie finde diesen Termin noch so eigenartig weil Natürlich war es zu diesem Zeitpunkt mein Beruf.

00:21:40: Also ich habe da neben tatsächlich nichts anderes gemacht und ich finde das auch eigentlich nicht tragbar, dass man Sachen nehmen hermacht aber das ist so ein Side Step Aber es war für mich so viel mehr als ein Beruf.

00:21:51: Das ist wirklich eine Berufung, das hat was mit Glaubwürdigkeit zu tun Es hat etwas mit Engagement zu tun Mit Leidenschaften, mit täglich dafür Brennen Weil ich halt tatsächlich auch an das glaubt, was ich sage Und das hat mir dazu bewogen in ein politisches System einzubringen und Dinge halt dort vor Ort zu verändern, weil ich glaube es braucht halt beides.

00:22:13: Es braucht den Widerstand aus der Zivilgesellschaft, es braucht antifaschistische Initiativen soziale Bewegungen, weil ohne die haben wir ja auch in der Politik keinen Druck von unten sozusagen mal Dinge zu ver ändern.

00:22:27: also das bedingt sich ja gegenseitig.

00:22:29: aber ich habe mir gedacht dass braucht auch im politischen System Personen die daran interessiert sind mit sozialen Bewegungen zusammenzuarbeiten und nicht gegen sie zu arbeiten.

00:22:39: Ja, du hast jetzt schon viel gesagt, dass du schon früh gewusst hast, dass Du Feministin bist?

00:22:47: Und du warst auch Sprecherin der grünen Wiener Frauen.

00:22:52: Welche Art von Feministern bist du heute?

00:22:54: Wie würdest du dich einordnen?

00:22:56: Auf jeden Fall intersektionale Feministen!

00:22:59: Ich glaube ich würde sagen, dass ich materialistische Feministe bin... Deswegen habe ich das so nett gefunden, dieses Klassenkämpferische.

00:23:05: Das passt schon finde zu mir auch zudem dass sie halt einfach Gewerkschafterin war.

00:23:10: Das Intersektionale ist für mich deshalb so wichtig weil Geschlecht eine Perspektive die wichtig ist aber es gibt auch noch andere Diskriminierungsebenen die da drauf einwirken und weiß sich das ebenso gegenseitig bedingt.

00:23:26: also das zum Beispiel auch Kapitalismus und Sexismus sehr... stark miteinander verbunden sind oder Kapitalismus und Rassismus.

00:23:35: Das ist ja auch kein Zufall, sondern es sind einfach verschiedene Herrschaftsformen die ineinander einwirken und deswegen ist mir das total wichtig.

00:23:42: weil immer die Frage ist okay wer spricht für die feministische Bewegung sage ich jetzt einmal und deswegen finde es auch wichtig dass sich die feministischen Szene wieder mehr als kollektiv verstehen muss und weniger als Einzelkämpfe erinnern überspitzt gesagt als Influencerinnen auf Social Media.

00:24:01: Also finde ich eh auch total wichtig, aber ich finde einfach diese politische Organisation als kollektiv total wichtig.

00:24:07: genau deswegen würde sagen... Ich versuche halt meistens die Mehrheit zu geben für wichtige Themen, aber es geht nicht um mich und ich glaube deshalb war das mit der Berufspolitikerin auch manchmal etwas schwierig für mich weil ja ist eigentlich um was anderes gehen sollte.

00:24:23: Ich finde du hast das total schön beschrieben Also dass das tatsächlich etwas ist, wo man als ganze Person reingeht.

00:24:30: Dann aber auch als ganze Personen in der Öffentlichkeit steht und gerade Frauen in der Politik.

00:24:36: da gibt es unzählige Untersuchungen sehr oft mit unfassbarer Kritik, auch persönlichen die Vermierungen konfrontiert sind, auch Drohungen, die ganz anders noch einmal intensiv sind als es für Männer der Fall ist.

00:24:54: Du bist sozusagen nicht direkt in den Gemeinderat gesprungen und ich finde aber trotzdem, dass der Beruf der Politikerin tatsächlich ein sehr ehrenwerter ist.

00:25:05: Und einfach auch einen sehr herausfordernden und wahrscheinlich eine unglaubliche Stundenanzahl mit sich bringt, an Arbeitszeit.

00:25:13: Aber ich erinnere mich sogar noch an das Jahr Zwei Tausend Treizern wo du ÖH-Vorsitzende warst und da diese Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und antifaschistischem Engagement in der Bundesvertretung der ÖH glaube ich wahnsinnig gut funktioniert hat bei diesem sogenannten Taxistreik gegen den Akademiker-Bahl, der eigentlich so dieser Kooperationsringball ist.

00:25:39: Also das sind so rechte bis rechtsextreme Burschenschaften die da irgendwie in der Hofburg tanzen und es gab da glaube ich eine sehr schöne Zusammenarbeit.

00:25:49: also ich finde dass hat sich sehr früh in deinem Engagement gezeigt diese Bewegung zwischen institutioneller politischer Vertretung und Zivilgesellschaft gut funktioniert.

00:26:00: Danke, ja das freut mich sehr!

00:26:02: Ich denke auch gerne an das zurück weil ich das Gefühl gehabt habe es gab immer wieder mal so Stationen in meinem Leben wo ich politisch aktiv war wo das einfach wahnsinnig gut funktioniert hat.

00:26:11: also dieses Zusammenspiel aus Zivilgesellschaft institutioneller Verankerung und auch von Einzeltpersonen.

00:26:18: Also der Taxistreik war ja auch ganz stark getragen eben von den Taxifahrerinnen die gesagt haben okay sie bringen da Burschenschaft da nicht hin und das fand die wirklich sehr, sehr schön.

00:26:29: Und wie gesagt ich glaube es braucht einander.

00:26:31: und meine Analyse irgendwie so über das parteipolitische System ist also bis sie dass es oft gegeneinander gibt.

00:26:38: Also dass zivilgesellschaften und NGOs ganz oft als sozusagen die Lastigen definiert werden, die da irgendwie immer hohe Ansprüche und hohe Anforderungen haben.

00:26:47: und ich denke mal zu ja aber wer soll uns sonst weiterbringen?

00:26:51: Also natürlich ist man mit dem irrsinnigen Anspruch konfrontiert, also vor allem wenn man selber einen hohen Anspruch hat und das würde ich schon behaupten dass ich den gehabt habe.

00:27:01: Und da sie auch an dem sehr... Mit dem sehr zu kämpfen gehabt hab aber eben dann immer gedacht es gibt ein politisches System Es gibt die politischen Funktionen und es macht halt schon einen Unterschied wer in diesen politischen funktionen sitzt und dass immer noch wesentlich weniger Frauen dort sitzen und weiblich gelesene Personen.

00:27:18: Dass immer noch weniger Personen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte da sind.

00:27:23: Das ist ja auch alles kein Zufall, sondern auch dort gibt es ja Ausschlussmechanismen und diese Ausschluss-Mechanism haben nie immer dazu bewogen, da irgendwie nervig zu sein und zu sagen hey nur weil ich eine Frau bin heißt das nicht dass ich irgendwas nicht kann und das hat mich so motiviert.

00:27:41: Diese Wut auf das, dass ich mir gedacht habe na dann muss man reingehen und sich durchsetzen und es war schon mit dem hohen Preis auch verbunden also vor allen Dingen, wenn man hohen Anspruch hat.

00:27:52: Aber meistens hat sich es ausgezahlt

00:27:55: Wenn das für einen bestimmten Zeitraum auch nur der Beruf ist dann kann man nicht so einfach aussteigen wie von einem Aktivismus Der oft ein bestimmtes Ziel hat eine Single Issue-Geschichte ist.

00:28:08: aber Parteien haben halt einen umfassenden politischen Anspruch.

00:28:12: Das ist anstrengend, gut und wichtig hat doch was mit Kontinuität zu tun, dass man sich nicht immer wieder aufs Neue von Anfang an organisieren muss.

00:28:22: Also danke für die fünf Jahre im Wiener Gemeinderat und Landtag!

00:28:29: Danke!

00:28:31: Du hast jetzt gesagt

00:28:32: auch

00:28:32: was ich total wichtig finde und was wir eben auch schon im Vorgespräch so ein bisschen angesprochen haben das eben bestimmte Themen viel besser vertreten werden können von Menschen die das auch betrifft also spezifisch jetzt über Schwangerschaftsabbrüche auch geredet und über Gesetze, die erlassen werden von Menschen, also meistens halt Männern.

00:28:53: Die

00:28:54: gar nicht mit dem Thema oder mit dem Problem vertraut sind.

00:28:58: Und ich weiß dass du auch relativ viel sozu Kehrarbeit machst und relativ viel zu der Frage eben arbeitest gegen These.

00:29:06: zu Claudia Bauer Die uns jetzt allen vorschreiben will, dass wir fleißig Kinder kriegen sollen.

00:29:14: Was ich irgendwie auch gar nicht ausgezeitlich.

00:29:16: dann weil also die einen wollen das wir eigentlich doppelt so viel hacken und dann sollen wir noch Kinder kriegen.

00:29:21: Also manchmal frage ich mich echt so wie soll sich das hinten und vorne ausgehen?

00:29:24: aber gut vielleicht kannst du dazu nochmal was sagen?

00:29:27: Ja ich finde Weil wir das vorher schon angeschnitten haben, dass Frauen in der Politik eine riesengroße Hürde.

00:29:34: die schon sehen warum systemisch bedingt Frauen weniger in der politik sind ist eben auch diese ungelöste gesellschaftliche frage wie wir mit kehrweit umgehen.

00:29:44: weil so wie sie jetzt gelöst wird diese frage sagt man halt ja die frauen entscheiden sich halt dafür kinder zu kriegen.

00:29:51: Die machen es ja aus liebe sowie daher Bundeskanzler vor kurzem gesagt hat, naja das ist ja gar keine Arbeit.

00:29:58: Wofür er eigentlich zurücktreten sollte meiner Meinung nach?

00:30:00: Er

00:30:00: hat sich entschuldigt.

00:30:04: Ja wichtiger als der Entschuldigung wäre ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung.

00:30:10: Das wär mal ein guter Anfang finde ich.

00:30:12: aber ja also diese ungelöste Frage wie wir diese Arbeit so umverteilen dass sie nicht die ganze Zeit nur bei den Frauen hängen bleibt oder bei den weiblich gelesenen Personen, ist schon eine Frage die mich politisch wahnsinnig umtreibt.

00:30:25: Weil ich das Gefühl habe Frauen müssen sich immer irgendwie entscheiden für- oder gegen etwas.

00:30:33: also es ist nie so ein Ich kann selbstbestimmt in einen Tag rein leben sondern ab einem gewissen Alter stellst du dir die frage will ich Kinder haben?

00:30:42: Oder nicht?

00:30:43: Kann man es leisten?

00:30:45: wie gestaltet sich mein Leben?

00:30:46: Wie gestaltet sie sich die Karriere?

00:30:48: und ich glaube Trotzdem, dass Männer sich diese Fragen so in dem Ausmaß nicht stellen müssen.

00:30:55: Schon lange aufgrund der körperlichen Sache.

00:30:57: Also wenn man schwanger werden will das hat ja alles viel mehr Vorlaufzeit als nur das Kinder kriegen an sich und ich finde es halt einfach so.

00:31:05: eben du schon gesagt hast so widersprüchlich, dass man auf der einen Seite sagt die Frauen sollen mehr hackeln gehen und Teilzeit Lifestyle wo immer die Frage stellt was für ein Lifestyle?

00:31:15: also es gibt ja auch Einfach weniger Vollzeitstellen als es Teilzeitstellen gibt, also der Markt produziert ja auch immer mehr prekäre Beschäftigungsformen.

00:31:25: Also es wäre ihr Job in der Politik dafür zu sagen dass man das vielleicht einmal staatlich reguliert, dass es nicht so viele prekare Beschäftigungverhältnisse gibt.

00:31:33: Dass es zum Beispiel für meine Kinderbetreuungseinrichtungen gibt die ganzjährig und ganztägig geöffnet sind, dass die Frauen eben auch mehr arbeiten können.

00:31:40: Also Frauen verkürzen ihre Arbeitszeit um die unbezahlte Keierarbeit zu machen.

00:31:46: Und wir nehmen das als Gesellschaft Schulterzukentin und sagen halt, ja es ist halt einfach so.

00:31:50: Sie machen sehr aus Liebe!

00:31:51: Und gleichzeitig soll man aber mehr Kinder kriegen... ...und ich verstehe jede Frau die sich gerade die Frage stellt will ihr das überhaupt?

00:31:59: Weil ich weiß was das für Auswirkungen hat also nicht nur aufs Lebenseinkommen sondern dann auch Altersarmut in der Pension und du bist halt nicht mehr so unabhängig wie vorher.

00:32:09: Also, ein Kehrarbeit ist nicht etwas was man an einem Tag machen und am anderen Tag ablegt.

00:32:15: Sondern das ist eine sehr lebenseinschneidende Entscheidung.

00:32:19: Und ab einem gewissen Alter kommt ja dann auch noch die Kehrarbeits zum Thema pflegende Angehörige dazu wo jetzt mittlerweile auch zu der Gruppe gehört und es gibt einfach viele Frauen- und weiblich gelesene Personen die beides gleichzeitig machen.

00:32:31: Was das dem Staat bringt und dass das überhaupt nicht einfließt in irgendwelche wirtschaftlichen Berechnungen Sag jetzt einmal, das zeigt halt einfach schon dass noch einiges zu tun ist würde ich mal sagen.

00:32:43: Ja und ich finde gleichzeitig manchmal diese Ansätze die es halt gibt die irgendwie populär sind nicht genug.

00:32:49: Die größte Gruppe die ihr in Teilzeit arbeitet sind Frauen unten.

00:32:53: Gleichzeitig gibt es eben dieses ungelöste Bekehrproblem.

00:32:56: Anstatt das zusammenzudenken und anstatt irgendwie zu sagen, okay dann machen wir eine Arbeitszeitenverkürzung auf dreißig Stunden.

00:33:04: Dann sind dreißige Stunden halt Vollzeit.

00:33:06: Daneben geht sich aber auch barely.

00:33:09: Also wenn dreißigen Stunden schon relativ viel.

00:33:12: Ich weiß nicht wie Mütter das machen die zwei Kinder haben einen Vollzeitjob also die leben eigentlich gar nicht mehr für sich selbst.

00:33:20: Dann, gleichzeitig kommt dann das Gesundheitsthema was du angesprochen hast mit rein.

00:33:25: Nämlich schauen auch dass man halt jahrelang nur für andere Menschen lebt und arbeitet.

00:33:30: also da entstehen ja dann auch körperliche Schäden, psychische Schäde usw.

00:33:34: Und auf der anderen Seite muss man wieder in diese Kehrarbeit schleifen zurück.

00:33:38: Also in manchen Familien ist es eine Doppelbelastung In manchen ist es nach der Kehrbeit für die Kinder kommt dann die Kehrzeit für die Eltern.

00:33:47: Mir fehlt irgendwie so ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz.

00:33:50: Ich finde das Stichwort Arbeitszeitverkürzung ist auch ganz gut, denn du bist ja auch Gewerkschafterin und arbeitest auch im Arbeitsmarktservice.

00:34:02: Richtig!

00:34:03: Das heißt es berührt wirklich einen ganz großen politischen Bereich von wegen Klassenkampf.

00:34:08: Bist Du mehr so Team-Arbeitsplatz-Garantie oder so nieder mit dem Lohnsystem wenn wir bei Marx bleiben?

00:34:16: mehr so bedingungsloses Grundeinkommen?

00:34:18: Ja, große und schwierige Frage würde ich sagen.

00:34:22: Also die Grundvoraussetzung zu dieser ganzen Debatte finde ist dass wir einfach im Kapitalismus leben.

00:34:28: das muss nicht immer so sein oder so bleiben aber es ist grundsätzlich gerade so und ich glaube wurscht was für ein Wirtschaftssystem wir hätten.

00:34:36: Es müsste immer irgendeine Form von Arbeitsverteilung geben Und deswegen bin ja auch Materialistin.

00:34:41: Wir leben in einem System wo Als lonerpengiger meine Arbeitskraft am Arbeitsmarkt verkaufen muss und aus meiner Arbeitskraft Mehrwert entsteht, aber der Mehrwert meistens nicht bei den Leuten ankommt sondern eher bei Kapitalvertreterinnen.

00:34:56: Und deswegen so die Frage wie man das erwirtschaftete auch gerecht umverteilt auf Arbeitnehmerinnen, die beschäftigt mich sehr.

00:35:04: Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen bin ich sehr skeptisch.

00:35:08: Also auch weil ich mich mit feministischen Ökonomien schon auseinandergesetzt habe, also Maschamadurin zum Beispiel kann ich allen empfehlen ihre Ausführungen zu der Kritik an bedingungslosen Grundeinkommen zu lesen.

00:35:19: So diese grundsätzliche Frage wenn das im Kapitalismus eingeführt wird dann braucht es ja trotzdem noch irgendeine Form von Lohnarbeit die das finanzieren kann.

00:35:27: und dann ist halt die Frage führt das wieder zu einer Retraditionalisierung in der Rollenzuschreibung bei Frauen, weil dann die Frauen sozusagen bezahlt daheim bleiben und diese Kehr- und Fürsorgearbeit machen sich dann wieder mehr zurückziehen aus dem öffentlichen Leben usw.

00:35:42: Also das sind dann schon so Fragen, die mich umtreiben... wo ich immer denke, das kann noch nicht das Rätselslösung sein.

00:35:48: Aber es gibt schon Bereiche, wo ich mir das gut vorstellen kann also zum Beispiel alle die im Kunst- und Kulturbetrieb arbeiten.

00:35:56: da ist halt die Frage als in einem kapitalistischen System was um Profitmaximierung geht wird dann halt immer die Frage gestellt was sozusagen Kunst und Kultur?

00:36:04: Wo ist auch die Leistung und was kann man daraus sich ziehen?

00:36:07: oder?

00:36:07: Und bei vielen ist es halt dass ihre Kunst verkaufen okay aber Kunst und Kultur hat ja einen gesellschaftlichen Mehrwert.

00:36:15: Und den sozusagen anzuerkennen und zu sagen, hey wir geben euch dieses Geld damit ihr was für die Gesellschaft zurückgeben könnt das finde ich schon sehr spannend muss ich sagen.

00:36:25: Ja

00:36:26: also der Staat muss nicht superreich sein um sowas zu machen weil dass dieses System gibt's... Ich weiß nicht ob seit heuer oder seit letztem Jahr in Irland und ich habe ein Jahr in irland gelebt und kann sagen ist das land wirklich wirklich, wirklich Argeprobleme hat in vielen, vielen Bereichen und wirklich nicht ein reiches Land ist.

00:36:46: Ja weil ihr das auch vorher gefragt habt eben so Team Arbeitsplatzgarantie.

00:36:51: ich würde mir einfach wünschen dass man zumindest schafft die Arbeitslosigkeit so zu minimieren möglichst wenig Leute davon betroffen sind.

00:36:59: Weil das ja auch ganz viel wieder mit Ausschlussmechanismen zu tun hat, wenn man arbeitslos ist an irrsinnigen Druck spürt.

00:37:06: Also ich würde sagen, ich würde mich jetzt nicht für Arbeitsplatzgarantie einsetzen, aber wenn es die Grundvoraussetzung ist dass man in einem Kapitalismus ist dann würde ich schon dafür kämpfen, dass es zumindest Arbeitsplätze gibt's, die auch auskommen ermöglichen, dass menschenwürdig ist, dass sie nicht komplett ausbeutet, dass die Natur nicht komplett ausgebeutet und darauf achtet, dass man gut leben kann.

00:37:29: Und das sehe ich halt gar nicht!

00:37:31: Also es geht eher in eine komplett andere Richtung und das Ganze verschärft sich auch noch durch die künstliche Intelligenz.

00:37:39: Das sind dann schon wieder so interessante Diskussionen finde ich weil es gibt ja einfach eine Dividende, eine digitale Dividend durch diesen Faktor gewisse Arbeitsprozesse jetzt digitalisieren kann oder auch an die KI auslagern kann.

00:37:53: Und alle haben irgendwie Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

00:37:55: und ich denke mir so... Warum können wir das nicht so umorganisieren, dass diese Dividende bei den Leuten ankommt und dass die eben nicht Angst haben müssen, dass sie einen Arbeitsplatz verlieren?

00:38:05: Oder warum investieren wir nicht massiv in klimafreundliche Arbeitsplätze.

00:38:10: Also Arbeitsplätze, die so eine ökosoziale Transformation endlich ermöglichen.

00:38:16: Das sind alles so Fragezeichen für mich, wo ich mir ganz oft denke Wir bräuchten schon wieder mehr Klassenkampf.

00:38:22: Ich gehe jetzt noch mal zurück zu den Grünen, weil da warst du ja auch schon in der studierenden Politik.

00:38:27: Wie kommst Du zu den Grünen?

00:38:28: Also jetzt in Tirol sind die Grünen ja auch keine unbedeutende Partei, denn da hat man dieses elende Transitproblem.

00:38:36: Das gibt sozusagen eine breite Basis für Protest.

00:38:40: Ja unter Gragemeinschaften und so.

00:38:43: Aber mit einem bestimmten Zugang, der sich gerade über die Frage der Lohnarbeit sehr stark vielleicht politisiert, wärst du da nicht auch bei der SPÖ gut aufgekommen gewesen?

00:38:54: Es ist lustig dass du das sagst weil das sagen immer wieder sozialdemokratische und sozialistische Freundinnen zu mir.

00:39:02: Warum ich nicht bei ihnen bin.

00:39:03: also dann muss jetzt ein bisschen ausholen weil grundsätzlich ist es schon so.

00:39:08: ab dem Zeitpunkt wo ihr wählen habt dürfen bin ich tatsächlich ja immer wählen gegangen bevor ich zu den Grünen komme, bin sozialdemokratisch gewählt.

00:39:16: Weil für mich die Kombination aus demokratisch und sozial natürlich wahnsinnig viel singt gemacht hat!

00:39:22: Und ich halt immer schon gegen Nazis war also... und gegen die ÖVP weil die ÖvP die Allmacht in Tirol hat und wir haben ja gesehen wo uns die All macht der ÖVP in Tirol hingeführt hat.

00:39:32: Insofern war ich immer schon gegen Konservative und Rechte, dann ist halt nicht mehr so viel übrig geblieben würde jetzt mal sagen also zumindest in TIROLnetz.

00:39:40: und ja die Grünen in Tiraul haben sich schon sehr stark Raufgearbeitet auch in Regierungsverantwortung, sowohl in der Stadtregierung als auch in der Landesregierung.

00:39:51: Aber wo ich angefangen habe politisch aktiv zu werden, waren sie ja noch in gar keiner Ebene in der Regierung.

00:39:56: Das heißt, die habe sich auch nicht so wahnsinnig wahrgenommen – in Tirol muss ich ehrlicherweise auch sagen.

00:40:01: Deshalb zu den Grünen gegangen, weil ich sehr enttäuscht war von der Sozialdemokratie.

00:40:06: So könnte man das zusammenfassen.

00:40:08: Also kann man auch erinnern wo ich angefangen habe studieren?

00:40:10: Das war im Jahr die ganze Diskussion mit den Studiengebühren.

00:40:16: Dann haben sie die Familienbeihilfen Kürzung durchgesetzt obwohl es ein Bundes- der Kanzler war, der Sozialdemokrat war.

00:40:24: Also das waren lauter so Sachen die mir halt unmittelbar betroffen haben.

00:40:27: also Studiengebühren haben wir betroffen.

00:40:29: dass die Familienbeihilfe gekürzt wurde von glaube ich damals sieben oder zwanzig auf vier und zwanzige Jahre hat mich ganz unmittelbaubetroffen.

00:40:36: es hat bedeutet dass sie einen Tag mehr arbeiten gehen hat müssen Und ich habe immer neben dem Studium gearbeitet dass ich hätte mir das gar nicht anders leisten können und hab mir gedacht aha da sind Sozialdemokratern an der Macht.

00:40:46: Sie stellen sogar den Bundeskanzler Arbeitnehmerinnen, feindliche Politik um.

00:40:53: Und es hat mich so wütend gemacht, dass ich mir einerseits gedacht habe, boah, Sozialdemokratie geht sich für mich nicht mehr aus.

00:40:59: und gleichzeitig war gerade die ÖH-Wahl, also das Glauben des Jahres, und da hab' ich mir mal alle linken studierenden Organisationen angeschaut zu dem Zeitpunkt.

00:41:08: und die Gras, die grünen alternativen StudentInnen haben wir am meisten angesprochen nämlich auch deshalb weil sie einfach die Zugänglichsten waren.

00:41:17: Also ich würde immer noch behaupten, dass die Grünen schon sehr zugänglich sind.

00:41:22: Es ist wirklich sehr einfach und niederschwellig bei ihnen mitzumachen.

00:41:26: Das klingt jetzt vielleicht für einige wie ein Widerspruch aber ist es tatsächlich nicht also... Ich habe so das Gefühl gehabt, Bodies sind so offen und nehmen mich so herzlich auf!

00:41:35: Und was auch wieder daran so interessiert hat war weil ich glaube eben immer schon anti-autoritär war, dass wir Entscheidungen bei den grünen Alternativen Studentinnen wirklich anders gefällt haben.

00:41:47: Also wir haben das Konsensprinzip gehabt,

00:41:49: d.h.,

00:41:49: wir haben nicht darüber abgestimmt mit Mehrheitsentscheid wie welche Sachen entstehen sondern wir haben relativ lange Argumente ausdiskutiert.

00:41:58: natürlich braucht man dafür auch viel Zeit ist es mir schon klar aber ich habe einfach gelernt meine Meinung gut argumentieren zu müssen und auch auf andere zuzugehen und deren Argumnte zu verstehen.

00:42:09: Das war für mich mindblowing.

00:42:10: also diese Art miteinander Politik zu machen hat mich so geflasht dass klar war okay, ich bin jetzt bei der Gras und das passt voll gut für mich.

00:42:19: Und war eh klar, dass ich zu einer feministischen Studierendenorganisation gehe also...

00:42:23: ...und schon nach einer traditionellen Linken pointiert, linken und antifaschistischen.

00:42:28: Also die Studierendeorganisation sind ja auch nicht die Partei.

00:42:32: Vielleicht ist der Faust mehr die SPÖ als die Gras, die Grünen sind.

00:42:37: Würdest du dem zustimmen?

00:42:41: Ich glaube, dass Jugendorganisationen und studierenden Organisationen eine völlig andere Funktion haben in dem parteipolitischen Spektrum.

00:42:49: Also denen geht es nicht hauptsächlich darum ob sie jetzt quasi Parteimeinnungen vertreten oder nicht sondern wie sich junge Menschen mobilisieren und politisieren.

00:42:59: Und manchmal überschneiden sich die Parteimeinungen zur Parteimeinnung quasi mehr, und manchmal weniger würde ich behaupten.

00:43:05: also zu meiner Zeit waren wir schon sehr sehr kritisch mit unserer Mutterpartei.

00:43:09: das gibt glaube immer wieder Wellen wo es mehr so ist und was weniger so ist.

00:43:13: Das ist aber beim VSSDÖ ähnlich würde behaupte also ja

00:43:18: Wir warten damals.

00:43:20: Vorsitzende von den Grünen.

00:43:21: Damals war es die Eva Glawischnick.

00:43:24: Ich

00:43:24: bin ja vom linken Parteiflügel, insofern haben wir mit manchen Positionen dann schon sehr schwergetan.

00:43:31: Aber

00:43:32: das Konsensprinzip gibt's natürlich auch in der Partei?

00:43:36: Genau!

00:43:36: Das war tatsächlich bei der grün-alternativen Jugend, wo ich angefangen habe und bei den grünen und alternativen Studentinnen.

00:43:44: Extrem schlau... Argumente aufeinander und zueinander zu

00:43:48: bringen.

00:43:49: Ja, absolut!

00:43:50: Und das was du vorher gesagt hast also das war für mich schon auch der zweite ganz große Grund.

00:43:54: Bei den Grünen gibt es einfach eine ganz klare rote Linie zur FPÖ.

00:43:58: Also da gibts nicht einmal irgendein Hauch voneiner Diskussion.

00:44:02: Das sieht man halt bei der Sozialdemokratie dass das auch nicht immer so ist.

00:44:06: Es gibt immer wieder Situationen wo dann Landesvorsitzende da sitzen aus Oberösterreich zum Beispiel.

00:44:14: Also die FPÖ schließen es jetzt nicht grundsätzlich aus und das ist schon was für mich oder ein der Geschichte.

00:44:19: Man muss ja nur in die achtziger Jahre zurück schauen, also die vielleicht jünger sind wissen sie nicht mehr.

00:44:24: aber es gab schon mal eine rot-blaue Bundesregierung.

00:44:27: so ist es ja nicht.

00:44:28: Es gab im Bogenland Rot-Blau Unternüssel.

00:44:33: Das sind schon Sachen die mir sehr geprägt haben auch und wo ich mir dachte wie geht das zusammen?

00:44:38: Und bei den Grünen war's einfach... immer klar, dass es diese Form von Zusammenarbeit nicht geben wird.

00:44:43: Also da gibt's ja antifaschistisches Grundverständnis.

00:44:45: das ist so in der DNA der Grünen drin und das ist nach wie vor einer dieser Grüne.

00:44:49: warum ich auch überzeugte grüne bin Nachwiffer

00:44:52: Und warum hast du dann mit den Grünen gebrochen?

00:44:54: Ich würde nicht sagen, dass ich mit den Grönen gebrauchen habe sondern ich habe mir dazu entschieden, bewusst aus der Parteipolitik auszusteigen.

00:45:01: Genauso wie mich bewusst dafür entschieden hab in die Parteipolitik reinzugehen.

00:45:04: Für mich war immer klar dass ich das nicht ewig lang machen will Sondern dass ich es für einen gewissen Zeitraum machen werde.

00:45:11: Ich würde auch nicht ausschließen das irgendwann wiederzumachen.

00:45:14: Nur in dem Setting in dem ich mich befunden hab, habe ich für mich beschlossen Dass ich da so nicht weitermachen will.

00:45:21: Also wo ich eingestiegen bin in die Parteipolitik In den Wiener Gemeinderat und Landtag war es so, dass ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass es Rot-Grün drei gibt.

00:45:29: War vielleicht in der Retrospektive ein bisschen naiv aber für mich war einfach dieses rotgrüne Wien immer ein totales Versprechen an ein anderes Österreich Und das war für mich eine große Motivation die Parteipolitik reinzugehen vor allen Dingen auch unter dem Faktor Schwarz-Blau.

00:45:46: Also es gab eben vorher von zwei tausend siebzehn bis zweitausend neunzehn Schwarzblau und das hat mir natürlich extrem motiviert sozusagen wie antifaschistisch auch in Gremien einzubringen und da dagegen zu halten.

00:45:58: Aber nichtsdestotrotz, es ist dann anders kommen.

00:46:01: also wir waren ja nicht mehr in der Stadtregierung sondern in der Opposition.

00:46:04: ich denke man halt den Job dem er machte is wirklich sehr nervenaufreibend.

00:46:08: Er kostet wahnsinnig viel Kraft.

00:46:09: er gibt dir auch viel Kraft aber du arbeitest halt sechzig Stunden pro Woche oder?

00:46:13: Ich hab das zumindest so gelebt.

00:46:15: Also du gibst Wahnsinnigviel von Dir Und ich finde wenn man in einer Regierungsverantwortung ist Dann zahlt sich das sage ich mal noch mehr aus als wenn man in der Opposition ist.

00:46:25: Es ist beides wichtig, keine Frage.

00:46:28: aber da reinzugehen und zu schauen okay wie viel kann man umsetzen in einer Regierungsverantwortung?

00:46:33: das hat mich halt besonders interessiert.

00:46:34: und dass es eben anders kommen und das zweite war dann auch die Bundesgrünen waren ja dann in der Regierungs Verantwortung mit kurz.

00:46:41: warum sage ich das mit kurz?

00:46:43: weil ich das auch damals am Bundeskongress gesagt habe.

00:46:45: das ist die rechteste Variante die die Grünen jemals eingehen könnten an der Koalition zu den Rechtsextremen, wie gesagt der rote Linie haben.

00:46:54: Das ist für mich extrem wichtig und das ist nach wie vor so.

00:46:57: aber natürlich mit der Bundesregierung hat man schon sehr viele schmerzliche Kompromisse auch eingehen müssen.

00:47:04: Und sozusagen diese Kombination aus Opposition in Wien und gleichzeitig

00:47:10: im

00:47:10: Bund in Regierungsverantwortung sein, das macht schon was mit der Partei und es macht etwas mit den Leuten die ihren Kopf dafür hinhalten müssen.

00:47:18: auch dieses, wie ist es quasi als Person in der Parteipolitik zu stehen oder als Feministin.

00:47:24: Als Feministen kriegt man eh schon so viel Shit ab und sehr viel untergriffige sexistische Kritik und sehr viele Hass.

00:47:30: aber wenn du halt als Grüne in der Öffentlichkeit stehst dann kriegst du auch noch diesen ganzen Hass den man grundsätzlich auf die Grünen hat projiziert Und das kam nicht nur von rechter Seite, muss ich ehrlicherweise sagen.

00:47:42: Also die Kritik, die man am meisten wetern hat war von linker Seite also nämlich so in der Hinsicht wurscht was ich gesagt oder gemacht habe und ich hab mich sehr oft auch öffentlich gegen Parteimeinungen gestellt oder gegen Regierungskurse und trotzdem bin ich beschimpft worden oder ist mir sozusagen des Links sein abgesprochen worden oder?

00:48:01: Das war schon etwas, was mich auch sehr beschäftigt hat einfach auch gerne den Hörerinnen mitgeben mag.

00:48:09: Nicht jede Person, die in der Parteipolitik ist sollte für das Grad entstehen müssen was die Partei macht weil wir sind auch alles Einzelpersonen, die sich extrem engagieren, die vielleicht nicht immer die Meinung der Parteiteilen aber man ja trotzdem Teil eines Kollektivs ist, weil man davon überzeugt ist dass es nur so geht also sowie du auch vorher gesagt hast heute oder dass dass man sich einfach zusammen schließen muss und nicht alles immer von vorne neu sich ausstreiten muss.

00:48:37: Also ich bin nach wie vor total überzeugt davon, dass das der richtige Weg ist auch.

00:48:41: Es ist halt nicht ein alleiniger Weg und deswegen habe ich mir dann eben gedacht bevor ich in dem ganzen Radel drin bleibe und da irgendwie so weiter strudeln steige ich mal bewusst wieder aus.

00:48:52: und wie gesagt irgendwann kann es man wahrscheinlich eh wieder vorstellen wenn ich wieder mehr Kraft und Energie hab das wiederzumachen keine Frage.

00:48:59: Ich glaube

00:49:00: das ist doch ein wichtiges Element anspricht dieses rein und rausgehen.

00:49:05: Ich glaube, das gilt auch für viele Berufe was sinnvoll wäre dass man auch wieder raustreten kann und ein bisschen Distanz gewinnt nicht nur wegen des glaube ich wirklich immensen Workloads sondern auch weil die sozialen Beziehungen sich ja auch entsprechend dann gruppieren gerade wenn es so intensiv ist.

00:49:23: Und dieser Austausch mit anderen ist einerseits wichtig und gleichzeitig finde sie extrem bedauerlich Da müssen wir uns auch selbstkritisch als Feministinnen bei der Nase nehmen, dass wir auch sehr hart mit unseren.

00:49:38: Es ist das Umgehen und es ist nicht... Das ist nur destruktiv.

00:49:43: also weil sich in der Differenz zu stärken wird meistens im Sinne der Zielorientierung deutlich mehr bringen.

00:49:50: Ja

00:49:51: stimme ich hundert Prozent, Hundertzehn Prozent eigentlich zu

00:49:56: Genau!

00:49:57: Du hast halt alles so Obwohl du noch sehr jung bist, wirklich schon sehr viele Erfahrungen da gemacht in unterschiedlichen politischen Kontexten.

00:50:06: Gibt es irgendein Highlight vielleicht sogar ein erbauliches eine Geschichte die du uns mitgeben magst weil ich glaube so stärkende Geschichten kann man immer gut brauchen?

00:50:17: Ja absolut!

00:50:19: Eine Sache die mir wirklich nach wie vor sehr freut ist und Das auch wieder so eine Geschichte war, wo einfach die Zivilgesellschaft zusammen mit der Politik Sachen erkämpft haben und das war also dass es jetzt die Verankerung von Gewaltschutz im Wiener Veranstaltungsgesetz gibt.

00:50:38: Darauf bin ich wirklich sehr, sehr stolz weil es diese Initiative gab Technomitur, das habt ihr vielleicht immer mitbekommen, wo's einfach diese sexualisierten Übergriffe, sexualisierte Gewalt in der Technoszene, in der Clubkultur thematisiert wurde von Friedrich Falkowart unter anderem.

00:50:56: Und ich habe das gelesen damals und hab sie angerufen, und habe sie einfach nur gefragt was kann ich tun?

00:51:02: Wie kann ich unterstützen?

00:51:04: Weil ich finde es gerade extrem wichtig und gut, was ihr da macht weil wir alle kennen und wissen Geschichten.

00:51:09: Ich bin selber oft genug in Clubs gewesen in der Technoszene wie oft da einfach weg geschaut wurde in der Vergangenheit und deswegen fand es einfach extrem stabil, dass es da Initiative gab die sich wirklich hingestellt hat und sagt hier wir müssen diesen Missstand beenden.

00:51:25: Und dann gab's eben ein Bündnis aus der IG-Clubkultur zum Beispiel mit der Fredi und die IG-Klubkultur hat mir relativ früh oder hat so ein Positionierungspapier geschrieben was man jetzt eigentlich gesetzlich ändern sollten und eben das dieser Gewaltschutz ins Wiener Veranstaltungsgesetz aufgenommen werden sollte.

00:51:45: Und ich war eigentlich total schockiert.

00:51:46: Das war wieder so ein Moment, wo ich mir dacht hab, aha da sieht man dass es einfach noch krasse Lücken gibt in gewissen Gesetzen weil mir das gar nicht bewusst war... so überhaupt keine Form von Gewaltschutzkonzept drinnen steht.

00:51:58: Also es steht drin, wie viel Toiletten man haben muss.

00:52:00: Es steht was zum Tierschutz drinnen aber nichts zum Gewaltschutz drinnen wo wir doch wissen das einfach bei den Veranstaltungen sehr oft Übergriffe passieren und sexuelle Belästigung.

00:52:09: Und das war wirklich ein schöner Zusammenschluss aus Zivilgesellschafts und ich habe dann diesen Antrag eingebracht im Wiener Landtag den die SPÖ natürlich abgelehnt hat weil sie stimmt ja natürlich nicht Oppositionsanträgen zu.

00:52:22: Ich glaube, ein halbes Jahr oder ein Jahr später haben sie es dann umgesetzt.

00:52:27: Und jetzt gibt's eben... Die Verpflichtung, Awareness-Konzepte zu schreiben aber einer gewissen Größe.

00:52:32: Dass es Awareness beauftragte braucht bei Veranstaltungen.

00:52:35: und ja deswegen sage ich das war einfach so ein schöner Erfolg aus Zivilgesellschaft wo ich unterstützen habe dürfen.

00:52:42: und da sieht man halt auch wenn man dran bleibt und wenn man lästig ist.

00:52:46: letztendlich haben wir dann gedacht es ist wichtig dass es umgesetzt wird.

00:52:49: es ist mir nicht so wichtig der jetzt grüne drauf steht oder nicht sondern letztendling geht's darum was zu verbessern finde

00:52:55: es extrem super dass du sagst greife ich einfach zum Telefon und ruf an.

00:53:00: Sonst geht's immer drum, die haben mich nicht gefragt und da wurde ich nicht eingeladen, aber dass man auch mal anrufen kann und sagen was kann ich tun?

00:53:10: Weil irgendwoher muss die Initiative kommen und muss dieses Anfangen kommen und das finde ich sehr schön.

00:53:16: Auch dafür danke!

00:53:18: Ja auch, dass du sagst halt... Ich habe mir das Gefühl, dass wenn man für eine Sache richtig brennt ziemlich schnell sogar sagt, eigentlich ist es mir egal was da draufsteht.

00:53:29: Sondern das ist wichtig dass das gemacht gehört und umgesetzt wird.

00:53:33: Und also das finde ich total wichtig auch einen wichtigen Punkt in der Politik den ich immer wieder sehe wenn ich so Konversationen habe mit Leuten die irgendwie sich mit Politik beschäftigen die dann sagen nein es ist wichtig, dass da die Partei drauf steht und ich denke mir mal so nah warum denn?

00:53:47: Ja

00:53:47: weil das ist so komisch oder?

00:53:48: Weil ich denke man doch die Partie ist ein Mittel zum Zweck aber es Und das habe ich immer schon sehr befremdlich gefunden.

00:53:58: Auch diese Autofonpartei-Soldatinnen sage ich immer dazu, bleibt doch kritisch!

00:54:03: Man kann Indifferenz haben zur eigenen Partei aber es ist eben kein Selbstzweck sondern wir sind dafür da das Leben von der Bevölkerung besser zu machen.

00:54:12: Und ja, das ist halt auch so etwas.

00:54:14: Das haben nicht alle Politikerinnen so glaube ich als vor allen Dingen von konservativ an rechter Seite glaube ganz oft dass das nicht der Mittelpunkt des politischen Geschehens ist oder ihres politischen Zugangs.

00:54:26: aber es gibt sehr viel mehr stabile PolitikerInnen die genau sich dafür einsetzen dass es besser wird und deswegen eben richtig cool dass sich das viele antun.

00:54:36: nach wie

00:54:37: vor.

00:54:38: Ich hoffe, du bist stolz auf dich.

00:54:39: Das ist extrem toll!

00:54:40: Auf jeden Fall.

00:54:42: Danke.

00:54:42: Kommen wir mal zu unserer allerletzten Frage, die du wahrscheinlich schon kennst, weil du den Podcast ja auch hörst?

00:54:49: Danke dafür.

00:54:50: Da

00:54:50: sind wir wiederum sehr stolz.

00:54:52: Ja genau was ist dein antifeministisches Guilty Pleasure?

00:54:55: Ja ich glaube relativ lang war es Rap-Music also Hip Hop nämlich in der Hinsicht ich liebe Rap einfach meine Lieblingsmusikrichtung.

00:55:05: Ich mag einfach dieses gesprochene Wort, die Flos und so weiter.

00:55:08: also ja ich bin total Hip Hop Fan.

00:55:10: Ein Zeit lang wo ich halt noch nicht politisch bewusst war habe ich natürlich schreckliche Lieder auch gehört.

00:55:16: man muss sich ja nur einmal Eminem anhören also gewisse Lieder wo er einfach sehr klar und offen über Femizide rappt, auch der Mutter seines Kindes gegenüber also ziemlich heftige Aussagen tätigt.

00:55:31: Und wenn man sich das jetzt so in eine Respektive anhört dann schlackern wir manchmal die Wand!

00:55:37: Aber grundsätzlich bin ich dann halt Übergang andere Gruppen zu hören viel feministischen Rap Zum Beispiel Suki, nach wie vor ein riesengroßer Fan.

00:55:46: Sehr schade dass sie aufgehört hat als Suki aber sie macht ja weiterhin für Kinder ganz viel als Sukini.

00:55:52: Also ich hab dann halt einfach andere Interpretinnen gehört.

00:55:57: und was ich bei Rap schon immer sehr spannend gefunden habe also das ist ja auch nicht aus einem luftlernen Raum entstanden sondern da ist es immer um soziale Fragen auch gegangen um Kriminalität, um sozialen Kämpfe, um ja Rassismus ganz viel um andere Unterdrückungsformen und deswegen hat mir das glaube ich auch immer schon so angesprochen, dass einfach zum Beispiel von Rassismus-Betroffene selbst über das erzählen wie es ihnen gegangen ist und was zu tun wäre damit sich das ändert.

00:56:24: Und keine Ahnung meine ersten Ich hab auch Schreiben waren dann halt vom Public Enemy die ja tatsächlich dann Public Enemy in der USA war weil sie so radikalien Anführungszeichen waren.

00:56:35: also... Es hat schon immer politische Komponente gehabt, aber natürlich ist Rap ganz eng verwoben auch mit Sexismus, Homofindlichkeit und solche Dinge.

00:56:45: Aber wie gesagt ich bin dann Übergang andere Interpretinnen zu hören.

00:56:49: Ja das selber gilt die Pleasure wie Nora auch?

00:56:53: Ich weiß nicht ob du... Ja

00:56:54: deswegen sind ja auch zusammen bei Konzerten!

00:57:00: Beim einen oder anderen Konzert.

00:57:02: Danke liebe Vicky, das war extrem toll und extrem viele Sachen auch die ich noch gar nicht so wusste.

00:57:07: Und auch... Ich finde sehr... Sehr condensed aber gleichzeitig sehr gut und sehr informativ.

00:57:14: Danke dir!

00:57:15: Also nach spätestens einem Jahr Podcast werden wir uns ja überlegen wie wir mit all den angefangenen Fäden die wir da losenden sozusagen wieder aufnehmen.

00:57:27: Vielen Dank liebe Vick.

00:57:28: vielleicht können wir noch Ein bisschen weiter reden.

00:57:32: Ja, ich wollte mir auch bei euch bedanken für euren Podcasts!

00:57:35: Ich höre ihn wirklich wahnsinnig gern, bin ein Fan und finde einfach so schön wie ihr diese feministische Solidarität lebt.

00:57:42: Also auch danke an euch für eure tolle, tolle Arbeit.

00:57:45: Danke, danke, danke!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.